Vorbehaltlich der positiven Hearings im Europäischen Parlament kann die neue Kommissionspräsidentin von der Leyen künftig mit einer EU-Kommission arbeiten, die zur Hälfte aus Frauen besteht. Kaum jemand traute der designierten Kommissionspräsidentin zu, dass sie ihr Vorhaben, gleich viel Frauen wie Männer als Kommissare zu nominieren, auch umsetzen kann. Ein großartiger Erfolg, der Hoffnung auf mehr macht. Mit dieser zielstrebigen Frau an der Spitze Europas kann und wird eine neue Art der politischen Kultur in Europa einkehren. Die berechtigte Hoffnung besteht, dass durch den hohen Frauenanteil in der Kommission neue Denkweisen und Lösungsansätze eingebracht werden. Um die anstehenden Probleme zu lösen und künftige Herausforderungen zu meistern, bedarf es der verstärkten aktiven Einbindung der Frauen. Die wenigen weiblichen Kommissare in der bisherigen Kommission waren das Ergebnis einer machtbewussten Männerdomäne, und diese wurde von den Herren höchst erfolgreich verteidigt. Damit dürfte nun Schluss sein. Es ist ein tolles, hoffnungsvolles Signal der Gleichberechtigung und partnerschaftlichen Anerkennung der Frauen. Eine weitere Klarstellung durch von der Leyen ist auch bemerkenswert und stützt die Hoffnung auf eine neue politische Kultur in der Europäischen Union. Die designierte Präsidentin stellte unmissverständlich klar, dass die Nominierten als Europäer zu denken und zu handeln haben. In Anbetracht der ersten Erfolge von der Leyens und ihrer klaren Vorgaben besteht die berechtigte Hoffnung, Europa könnte weiter zusammenwachsen und die unselige Spaltung, bewirkt durch Nationalisten und gefährliche Populisten, erfolgreich überwinden.
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