Red Bull Salzburg - Sturm Graz 3:0 (2:0)
Das durch Treffer von Ngwat-Mahop (27.), Jezek (41.) und Ilic (72.) zustande gekommene Ergebnis entsprach allerdings nicht dem Spielverlauf. Die Grazer agierten von Beginn an unbekümmert und sorgten mit schnellen Vorstößen immer wieder für Verwirrung in der Salzburger Defensive. Die erste echte Chance hatten dennoch die Gastgeber, Jezek fand in der 15. Minute aber mit einem Schuss aus relativ spitzem Winkel in Sturm-Goalie Schicklgruber seinen Meister. Elf Minuten später hatte Stankovic die Sturm-Führung auf dem Fuß: Haas legte per Fersler ab, der U21-Teamspieler verschoss aber.
Praktisch im Gegenzug stellte die Truppe von Giovanni Trapattoni, dessen Nachfolger Co Adriaanse sich unter die 15.500 Zuschauer in Wals-Siezenheim gemischt hatte, auf 1:0. Ilic bediente mit einem Querpass Ngwat-Mahop und der Kameruner donnerte den Ball direkt aus rund zehn Metern zu seinem ersten Liga-Tor unter die Latte (27.). In der 41. Minute spielte Ilic den Ball ideal in den Lauf von Jezek, der mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck traf. Sturm steckte dennoch nicht auf und wurde schon wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gefährlich, Ochs entschärfte jedoch einen Weitschuss von Stankovic. In der 54. Minute war es wieder der Deutsche, der bei einem Schuss von Haas nur mit Mühe rettete. Sechs Minuten später köpfelte Prettenthaler nach einem Eckball von Säumel den Ball aus aussichtsreicher Position deutlich daneben.
Trapattoni reagierte auf Sturms Überlegenheit und brachte bereits in der 53. Minute den defensiven Mittelfeldspieler Aufhauser für den Stürmer Ngwat-Mahop. Die Salzburger lauerten auf Konter, der entscheidende Treffer resultierte allerdings aus einem schweren Fehler von Sturm-Innenverteidiger Schaschiaschwili. Ilic nahm eine völlig misslungene Kopfball-Rückgabe des Georgiers auf, umkurvte Schicklgruber und schob in der 72. Minute mit der ersten "Bullen"-Chance in Hälfte zwei zum 3:0-Endstand ein.
Austria Wien - SV Mattersburg 0:0
Die Austria ist im Horr-Stadion nicht über ein torloses Remis gegen Mattersburg hinausgekommen und hat damit den Sprung auf Tabellenrang drei verpasst. Der Cupsieger gab unter Interimstrainer Didi Constantini nach zuletzt zwei Siegen erstmals Punkte ab. Die Gäste waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Die Wiener agierten zu passiv und ließen in der Offensive Präzision vermissen. Die Mattersburger spielten geradliniger nach vorne, waren aber nicht in der Lage, das Übergewicht in Tore umzumünzen.
Die Austria war lediglich aus Standardsituationen und bei einem Kopfball von Okotie (34.) gefährlich. Mattersburg-Mittelfeldmann Kovrig (38.) hätte noch vor der Pause die bis dahin verdiente Führung fixieren können, seinen Gewaltschuss von der Strafraumgrenze wurde allerdings von Mitspieler Jancker im Fünf-Meter-Raum abgeblockt. Nach Wiederbeginn präsentierten sich die Violetten stärker und besannen sich darauf, ihr Flankenspiel zu forcieren. Der eingewechselte Kuljic brachte den erhofften Schwung im Angriffsspiel. Auch die Mattersburger versteckten sich nicht, im Abschluss bliebe aber beide Teams harmlos.
Die ohne den gesperrten Regisseur Drechsel angetretenen Rieder sind nun schon seit sechs Runden und in der Fremde gar schon seit zwölf Partien (1 Remis/11 Niederlagen/Torverhältnis: 5:32) sieglos und verabsäumten es, das Abstiegsgespenst endgültig zu verbannen. Ried (36 Punkte) liegt drei Runden vor Schluss vor Altach (35) und Kärnten (32) auf Rang sieben. Den Tirolern gelang damit zum ersten Mal im vierten direkten Saisonduell (0:1, 0:0, 0:0) ein Tor und die Revanche für die Heimniederlage am 2. September 2007.
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