EURO 2008

“Walk of Fame” vor dem Happel-Stadion eröffnet

Fußball
12.03.2008 19:43
Im Rahmen des Finalisten-Workshops für die UEFA EURO 2008 hat der österreichische Fußball-Bund (ÖFB) am Mittwoch an den tragenden Säulen rund um das Wiener Ernst-Happel-Stadion den "Walk of Fame" eröffnet. Die jeweiligen Tafeln (im Bild Friedrich Stickler mit Gus Hiddink), 16 für die Teilnehmerländer sowie zwei für EURO-Logo und -Pokal, wurden von den Präsidenten und Teamchefs der teilnehmenden Nationen gemeinsam mit UEFA-Präsident Michel Platini enthüllt. Einzig Marco Van Basten, Nationaltrainer der Niederlande, war nicht anwesend.

Die Enthüllung weiterer Säulen wird rund um das freundschaftliche Länderspiel Österreich gegen die Niederlande am 26. März im Ernst-Happel-Stadion, das am 29. Juli Finalort der EURO 2008 ist, stattfinden. Der "Walk of Fame" wurde eröffnet, um bisherige Höhepunkte in der Geschichte des Stadions festzuhalten. Insgesamt 70 Tafeln sollen rund um das Stadion aufgehängt werden.

Platini: "EM im Zeichen des Respekts"
UEFA-Präsident Platini hat anlässlich des Workshops eine Kernbotschaft des Turniers in Österreich und der Schweiz präsentiert. "Die EM ist eine Gelegenheit für eine ganz wichtige humanitäre Botschaft, das Turnier wird im Zeichen des Respekts stehen", meinte der 52-jährige Franzose, der den "Kampf gegen die sozialen Plagen" wie Rassismus oder Gewalt intensivieren will.

Die Zeit der Lippenbekenntnisse zu diesen Themen soll vorbei sein und die weltweite EURO-Bühne als Startschuss für die Respekt-Kampagne der UEFA fungieren. "Ab der EM wird sich bis Ende 2008 jeder Event um den Gedanken des Respekts drehen. Wir sehen das als Schlüssel zum erfolgreichen Fußball der Zukunft", kündigte Platini an. Gemeint ist dabei laut Platini u.a. der Respekt vor den gegnerischen Fans, den Gegenspielern, der Hymne des gegnerischen Landes oder den Schiedsrichtern.

Vor jeder der 31 EURO-Partien werden sich die Kapitäne der beiden Teams per Stadion-Mikrofon an ihre Fans wenden und diese auffordern, der Hymne des anderen Teams Respekt entgegenzubringen. Außerdem werden laut Platini die Viertelfinalpartien in Wien und Basel ganz im Zeichen des Fußballs für Behinderte stehen. Auch der Respekt gegenüber der Umwelt liege der UEFA am Herzen, so sollen die Fans aus aller Welt während des Turniers die öffentlichen Verkehrsmittel verwenden.

Großes Lob für Veranstalterländer
Über die beiden Austragungsländer und die acht Endrunden-Stadien schwärmte Platini in allerhöchsten Tönen. "Ich habe mir alle EURO-Standorte angesehen. Es sind wunderbare Städte mit wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Und die Stadien sind echte, gewachsene Fußballstadien mit echter Fußballkultur. Die Fans werden hautnah am Geschehen sein. Alle Voraussetzungen sind erfüllt."

Auch punkto Sicherheit macht sich der dreifache europäische Fußballer Europas keine großen Sorgen. Nicht nur, weil die Engländer die Quali verpasst haben. "Die Bösen gibt es in allen Ländern, Hooligans gibt es immer wieder. Aber die Sicherheitsbehörden haben die notwendige Vorarbeit geleistet." An potenzielle Unruhestifter richtete Platini einen deutlichen Appell: "Wir wollen schönen Fußball sehen, alle Störenfriede sollen daheim bleiben."

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