Runde 27

Mattersburg und Ried siegreich

Fußball
02.03.2008 09:25
Der SV Mattersburg hat in den aufgrund von Sturmtief „Emma“ auf zwei Matches dezimierten Samstagsspielen Anschluss an die Top-5 der österreichischen Fußball-Bundesliga gehalten. Die Burgenländer setzten sich in der 27. Runde vor eigenem Publikum gegen SK Austria Kärnten dank eines Treffers von Fuchs (18.) verdient mit 1:0 durch und liegen damit zwei Punkte hinter dem fünftplatzierten SK Sturm, der allerdings am Sonntag (Start: 15.30 Uhr) in Graz gegen Rapid antritt. Der SV Ried feierte am Samstag einen klaren 3:1-Sieg gegen Altach. Die abgesagten Partien zwischen Red Bull Salzburg und Wacker Innsbruck sowie zwischen Austria Wien und LASK Linz werden am Mittwoch nachgeholt, Anpfiff ist um 19 Uhr.

Für die im Frühjahr weiter punkt- und torlosen Klagenfurter hingegen ist die Situation weiter düster, fehlen ihnen doch nach wie vor drei Punkte auf den Tabellen-Neunten Wacker Innsbruck, dessen Duell mit Red Bull Salzburg aufgrund des Sturmtiefs "Emma" auf Mittwoch verschoben wurde.

Starke Böen beeinflussten auch die Partie im Pappelstadion und waren ein Mitgrund für das Entstehen des entscheidenden Treffers der Burgenländer, die in den ersten 45 Minuten den Wind im Rücken hatten. Einen als Flanke gedachten Freistoß von Fuchs aus knapp 40 Metern verfehlte Jancker, Kärnten-Goalie Schranz ließ sich vom herannahenden Ball überraschen und das Spielgerät über die Linie kullern.

Das Tor hatte sich abgezeichnet, denn die Gastgeber präsentierten sich schon davor als überlegene Mannschaften und hatten bei einem Kopfball von Wagner (16.), der Schranz in die Arme flog, ihre erste Chance. Bald nach Beginn der zweiten Hälfte hatten die Mattersburger Glück: Kühbauer schlug Krajic den Ball ins Gesicht, kam aber ungeschoren davon. Dafür stellte Schiedsrichter Meßner in der 53. Minute den Kärntner Prawda mit Gelb-Rot vom Platz, womit es um die Offensiv-Bemühungen der Gäste endgültig geschehen war. Ein Csizmadia-Kopfball knapp über das eigene Tor (66.) blieb die einzige Ausbeute für die Schinkels-Truppe, doch auch den Mattersburgern gelang es trotz numerischer Überlegenheit nicht, viele Chancen herauszuspielen.

Klarer 3:1-Erfolg für SV Ried
Die SV Ried ist im Fill-Metallbau-Stadion weiterhin eine Macht. Die in der Tabelle auf Platz sieben rangierenden Oberösterreicher feierten gegen den SCR Altach am Samstagabend vor 4.000 Zuschauern in der 27. Runde der österreichischen Fußball-Bundesliga durch Tore von Muhammet Akagündüz (4.), Herwig Drechsel (35.) und Hamdi Salihi (54.) einen klaren 3:1-(2:0)-Erfolg und sind damit im Heimstadion schon seit zehn Spielen ungeschlagen. Alen Orman hatte für die weiter achtplatzierten Vorarlberger das zwischenzeitliche 1:2 erzielt (48.).

Die Rieder waren bei teils starkem Regen und böigem Wind von Beginn an gefährlich, Altach-Goalie Krassnitzer hatte bei einem Brenner-Freistoß Mühe (2.). Zwei Minuten später setzte sich der quirlige Akagündüz an der Strafraumgrenze gegen den zaghaft attackierenden Carreno durch und schoss aus spitzem Winkel an Krassnitzer vorbei zum 1:0 ein. Für den 30-Jährigen war es der erste Torerfolg seit dem 20. Oktober 2007.

Bei den Altachern schienen sich die Diskussionen um die Neuaustragung der Partie Altach - Rapid und den damit verbundenen Abzug von drei Punkten etwas negativ auf das Spielfeld übertragen zu haben, sie spielten zwar im Mittelfeld gefällig, kamen allerdings kaum gefährlich vor das Rieder Tor. Einzig Guem, bei dessen Schuss sich Ried-Goalie Gebauer mit einer Faustabwehr auszeichnete, und Hutwelker mit einem Kopfball (30./daneben) sorgten vor der Pause für Torgefahr.

Im Gegensatz dazu hatten die Innviertler die Partie im Griff und waren auch erfolgreich. Nach einem Schlag von Altachs Orman gegen Akagündüz im Strafraum sprach Schiedsrichter Lechner dem Vizemeister einen umstrittenen Elfmeter zu. Die 4.000 Fans im Fill-Metallbau-Stadion mussten allerdings auf das 2:0 länger als erwartet warten. Herwig Drechsels Strafstoß ging genauso wie Salihis Nachschuss an die Stange, im dritten Versuch knallte Drechsel den Ball allerdings doch noch unter ins Tor (35./7. Saisontor).

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