Überreste in Koffer

Babyknochen-Fund gibt der Polizei Rätsel auf

Österreich
24.01.2008 20:38
Warten auf das Obduktionsergebnis und die Suche nach Mieterlisten bestimmen derzeit die Ermittlungen rund um den grausigen Fund von Babyknochen am Mittwoch in Wien. In einem Koffer auf einer Baustelle in einem Haus in Rudolfsheim-Fünfhaus hatten Arbeiter die in eine zerschlissene Decke eingewickelten Überreste entdeckt. Woher die Knochen stammen, ist nach wie vor ebenso unklar wie die Todesursache oder die Frage, worum es sich bei dem Skelett genau handelt.

Weiterhelfen sollen den Ermittlern die Untersuchungen der Gerichtsmedizin sowie Mieterlisten, die allerdings erst ausfindig gemacht werden müssen, sagte Oberstleutnant Thomas Stecher von der Kriminaldirektion 1 (KD1). Das leerstehende Wohnhaus in der Beingasse wird seit etwa einem Jahr umgebaut. Der Koffer könnte theoretisch daher auch jemandem gehören, der gar nicht in dem Haus gewohnt habe.

Da eine Auskunft über die ehemaligen Mieter durch das Melderegister nur anhand von Nachnamen möglich sei, hoffe man vor allem auf die Aufzeichnungen früherer Hausbesitzer und Dienstleistungsunternehmen, erklärte Stecher. Bis diese verfügbar seien, werde es sicher noch Tage dauern.

Obduktion soll Hinweise auf Todesursache liefern
Auch über die Knochen weiß man erst nach dem Obduktionsergebnis, das am Freitag vorliegen soll, näheres. Antworten erhoffen sich die Ermittler dadurch unter anderem auf die Fragen, wie alt der oder die Tote ist und ob es Hinweise auf die Todesursache bzw. Verletzungen gibt.

Überreste über 30 Jahre alt
Man gehe weiterhin davon aus, dass es sich bei dem Skelett um die Überreste eines Babys handle, die Knochen könnten von einem Neugeborenen stammen, ebenso aber auch von einem einjährigem Kind, erklärte Stecher. Das Skelett dürfte auf jeden Fall mehr als 30 Jahre alt sein, da im Koffer auch eine Tageszeitung vom Juli 1976 gefunden wurde. Der alte Koffer und die zerschlissene, mottenbefallene Decke sprechen ebenfalls für diese Annahme.

Entdeckt wurde das Gepäckstück bereits am Dienstag am Dachboden zwischen Schutt und Ziegeln. Ein Arbeiter brachte den Koffer allerdings erst zwei Tage später zu seinem Chef, der nach dem Öffnen die Polizei alarmierte.

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