Patientin klagt

Busen-OP abgelehnt, weil Frau einmal Mann war

Ausland
19.01.2008 19:41
Charlene Hastings aus San Francisco wollte eine Brustvergrößerung, doch das Spital lehnte die Operation ab. Jetzt hat die Patientin das katholische Seton Medical Center im US-Bundesstaat Kalifornien verklagt - wegen Diskriminierung. Denn die Ärzte gaben Hastings einen Korb, weil sie als Mann zur Welt kam...

Hastings hatte sich 2006 bei einer Operation ihr männliches Geschlechtsorgan in ein weibliches umwandeln lassen. Doch die Hormone, die sie für den Wuchs ihres Busens schluckte, zeigten nur wenig Wirkung.

Deshalb beschloss die 38-Jährige, sich noch einmal unters Messer zu legen, um ihre Körbchengröße zu erhöhen. Laut ihrer Klage schmetterten die Verantwortlichen des Seton Medical Center sie mit den Worten "Gott hat Sie als Mann geformt" ab. Hastings, die streng katholisch ist: "Ich hätte mich niemals zur Frau umwandeln lassen, wenn ich nicht überzeugt gewesen wäre, dass Gott das will."

Sie verlangt jetzt vor dem Obersten Gerichtshof in San Francisco ein Schmerzensgeld in noch unbekannter Millionenhöhe. Ihr Anwalt Christopher Dolan ist siegessicher: "Nach den kalifornischen Gesetzen dürfen Menschen nicht wegen ihres Geschlechts diskriminiert werden - egal ob männlich, weiblich oder transsexuell."

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