18.01.2008 09:41 |

Ein Durchbruch?

Erste Bewegung im festgefahrenen Autorenstreik

TV-Serien- und Filmfans können schön langsam wieder aufatmen: Nach nur fünftägigen Verhandlungen haben sich die amerikanischen Film- und Fernsehregisseure mit den großen Hollywood-Studios auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Einigung sollte jetzt endlich Bewegung in den inzwischen mehr als zehn Wochen dauernden Arbeitskampf der US-Drehbuchautoren bringen, der nicht nur die Film- und Fernsehproduktion zum Stillstand gebracht hat, sondern auch die „Oscars“ am 24. Februar bedroht.

Laut „Wall Street Journal“ verständigte sich der Verband der Regisseure (Directors Guild of America, DGA) mit den Studios auf einen neuen Drei-Jahresvertrag. Darin werde auch die Schlüsselfrage geregelt, wie viel die Filmemacher für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet bekommen, heißt es.

Nach Angaben der „Los Angeles Times“ konnten die Regisseure bessere Bedingungen aushandeln, als die Studios den Drehbuchautoren ursprünglich angeboten hatten. So sollen die Regisseure nun doppelt so viel Geld für den Internet-Vertrieb ihrer Filme erhalten als bisher.

Autoren durch Regisseure-Vertrag unter Druck
An der Frage der Honorierung für Internet- und DVD-Verwertung waren die Gespräche zwischen den Drehbuchschreibern und Studios gescheitert. Die von der Gewerkschaft WGA (Writers Guild of America) vertretenen Autoren sind deshalb seit 5. November im Streik. Sie geraten jetzt unter Druck, weil sie entscheiden müssen, ob sie ähnliche Bedingungen wie die Filmemacher akzeptieren wollen. Am 7. Dezember war eine Gesprächsrunde zwischen Studios und WGA ergebnislos zu Ende gegangen.

Der Einigung zwischen Regisseuren und Studios waren lange Verhandlungen hinter den Kulissen vorausgegangen. Erst als ein Kompromiss möglich schien, hatten beide Seiten die Gespräche am vergangenen Wochenende offiziell eröffnet. Die Directors Guild vertritt USA-weit rund 13.500 Film- und Fernsehregisseure und verwandte Berufe.

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