Millionen-Betrug

Anleger von Tiroler Dachdecker geprellt

Österreich
17.01.2008 10:42
Ein ehemaliger Dachdecker und ein Deutscher sollen in Tirol gutgläubige Anleger um Millionen geprellt haben. Am Montag beginnt der Prozess am Innsbrucker Landesgericht. Vier Angeklagte müssen sich vor einem Schöffensenat verantworten. Sie sollen einen Schaden von insgesamt 19,7 Millionen Euro mit dem Internet-Verkauf von dubiosen Investmentprodukten verursacht haben. Die Betrugsopfer wurden mit Renditen von bis zu 360 Prozent pro Jahr geködert.

Mit dem sogenannten "Profit-Sharing" könne man bei einer Einlage von 1.000 Euro mit einer Auszahlung von 10.000 Euro rechnen, ist den Anlegern unter anderem versprochen worden. Die Anklage lautet auf gewerbsmäßigen schweren Betrug. Bei einem Schuldspruch drohen den Beschuldigten Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es nie eine gewinnbringende Tätigkeit gegeben hat. Die Auszahlungen hätten sich ausschließlich aus den Einzahlungen neuer "Kunden" gespeist. Über 5.000 Zahlungen habe es von Geschädigten gegeben. Die Hauptnutznießer der Geschäfte seien der erstangeklagte Firmengründer und ehemalige Dachdecker und der zweitangeklagte Deutsche gewesen.

Die beiden sollen sich mit den Ersparnissen der Betrugsopfer ein Luxusleben mit allem Drum und Dran gegönnt haben. Auch ein Rechtsanwalt sitzt auf der Anklagebank.

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