Dramatischer Kampf

Hangrutschung in Gmunden nicht zu stoppen

Österreich
14.01.2008 20:52
Seit eineinhalb Monaten rutschen an die 1,2 Millionen Kubikmeter Geröll im Gschliefgraben neben dem Traunstein bei Gmunden (Oberösterreich) auf eine seither evakuierte Siedlung zu - zumindest sechs Häuser dürften verloren sein, weil die Rutschung nicht zu stoppen ist.

Wie bereits mehrfach berichtet, waren ursprünglich mehr als fünfzig in der Gefahrenzone liegende Gebäude geräumt worden, darunter zwei Gasthäuser und eine Bootsbaufirma. Etwa dreißig Häuser wurden kurz vor Weihnachten wieder freigegeben. Bei einem Lokalaugenschein Montagvormittag zeigte sich, dass die Hangrutschung derzeit nur noch knapp zwanzig Meter vom ersten Haus entfernt ist - und das Geröll schiebt sich mit einem Meter pro Tag Richtung Traunsee.

"Wir hoffen, dass die Geröllmassen an den Häusern vorbeirutschen - aber es gibt keine Garantie", so der Koordinator in Gmunden. Befürchtet wird, dass sechs der Häuser verloren sind. Es wird aber mit allen Mitteln versucht, die Rutschung überhaupt zu stoppen. Dafür gibt es einen Zehn-Jahres-Plan der Wildbachverbauung.

Von Johann Haginger, Kronen Zeitung

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