Während sich das Personal des Landesgerichts sofort um die verletzte deutsche Staatsbürgerin kümmerte, alarmierte Rathgeb Notarzt und Polizei. "Die Frau hat alle Schutzengel gehabt, die es gibt. Es ist relativ glimpflich ausgegangen, sie war bei Bewusstsein und konnte sich bewegen", zeigte sich der designierte Gerichtspräsident erleichtert.
Wegen der Renovierung des Gebäudes sind in den vergangenen Tagen Möbelstücke aus den Zimmern geräumt und in die überdachte Halle, die den Alt- mit dem Neubau verbindet, gestellt worden. Diese dürften den Aufprall der Frau gedämpft haben, vermutete Rathgeb.
Die 37-Jährige wurde vom Roten Kreuz ins nahe gelegene Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht. "Sie hat ein paar Frakturen erlitten. Die Verletzung ist mittelgradig", erklärte am frühen Nachmittag der diensthabende Oberarzt Helmut Naglik. Betroffen sei vor allem die Wirbelsäule der Patientin.
Beschuldigte wegen Körperverletzung vor Gericht
Der Vorfall ereignete sich gegen 9.45 Uhr, genau in dem Moment, als die Richterin die Worte "....ist schuldig" aussprach. "Die Frau ist aufgesprungen, zur Tür hinaus und über die Brüstung gesprungen", schilderte Rathgeb." Die Richterin kam weder dazu, den Urteilsspruch noch das Strafausmaß zu verkünden. "Die Frau befand sich sicherlich in einem Ausnahmezustand", so der Mediensprecher.
Der Prozess fand im Saal 256 statt und hatte um 9.00 Uhr begonnen. Die Beschuldigte musste sich vor einer Einzelrichterin wegen eines Körperverletzungsdelikts verantworten. Nicht bestätigten Informationen zu Folge soll die Frau vor einigen Wochen schon einmal einen Selbstmordversuch begangenen haben. Sie sprang in die Salzach, wurde aber von Burschen gerettet. Dabei soll sie sich gewehrt und einen Lebensretter verletzt haben. Wegen dieser Straftat soll sie am Montag vor Gericht gestanden sein.
Symbolbild (Foto: Klemens Groh)










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