Steil aufgestiegen

Fluglotsen-Mörder Kalojew wird Vizeminister

Ausland
11.01.2008 17:05
In der Schweiz verurteilter Mörder, in Russland gefeierter Held und nun auch Vizeminister im Bauwesen: Vitali Kalojew, der 2004 in der Schweiz einen Fluglotsen wegen eines Flugzeugabsturzes erstochen hatte und dafür verurteilt wurde, entschied sich diese Woche dafür, ein Jobangebot der Regierung von Nordossetien in Russland anzunehmen. Die Stelle des stellvertretenden Minister für Bauwesen wird er am Samstag, seinem Geburtstag, antreten (im Bild: Kalojew beim Prozess).

Witali Kalojew hatte im Jahr 2002 beim Absturz eines russischen Flugzeuges, das mit einem Frachtflugzeug kollidierte, seine Frau und seine Kinder verloren. Beide Maschinen stürzten nahe der deutschen Stadt Überlingen ab; 71 Menschen starben insgesamt bei dem Unglück.

Fluglotsen erstochen
Zwei Jahre später reiste Kalojew in die Schweiz, suchte den am Unglückstag diensthabenden Fluglotsen Peter Nielsen in dessen Haus auf und erstach ihn. Ein Schweizer Gericht verurteilte ihn daraufhin zu acht Jahren Haft wegen Totschlags. Diese Strafe wurde jedoch auf fünf Jahre und drei Monate reduziert, und da Kalojew bereits zwei Drittel davon verbüßt hatte, wurde er im November des Vorjahres auf freien Fuß gesetzt.

Zurück in seiner Heimat wurde Kalojew als großer Held empfangen, wenig später kam das Jobangebot aus Nordossetien.

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