12.01.2008 16:35 |

Maddie zum Mieten

Britische Agentur bietet Maddie-Doubles an

Makabre Geschäftemacherei mit dem Schicksal der unter mysteriösen Umständen verschwundenen vierjährigen Madeleine McCann: Eine britische Model-Agentur bietet Maddie-Doppelgängerinnen zum Mieten an. Kleine Mädchen, die der seit vergangenen Mai abgängigen Madeleine McCann frappierend ähnlich sehen, können um rund 800 Euro pro Stunde für Film-, Werbe- oder Fotoaufnahmen gebucht werden. Eine halbstündige Foto-Session soll 500 Euro kosten. Besonders eine dreijährige Amerikanerin könnte laut der Agenturchefin Millionen mit der Rolle scheffeln.

Die Agenturbesitzerin Shona Juliet-Adams sagte der britischen Tageszeitung „Sun“, dass die Entscheidung, die dreijährige Amerikanerin Kelsey Lynn Kudla als Maddie-Lookalike anzubieten „nicht böse gemeint sei – es handle sich dabei einfach um Entertainment“. 

"Tolle Chance" für Kind
Das Kind soll der kleinen Madeleine wie aus dem Gesicht geschnitten sein und könnte mit ihrer Ähnlichkeit über 10 Millionen Euro bei diversen Filmproduktionen über das britische Mädchens verdienen. Das Foto der kleinen Kelsey war von ihrer Mutter Kris Pfister an die Agentur geschickt worden.

Laut „Daily Mail“ sei Juliet-Adams auch davon überzeugt, dass die Maddie-Rolle eine „tolle Chance“ für jedes Kind sei und außerdem tue sie „lediglich ihren Job“.

"Ekelhafte Art, Geld zu machen"
Der Sprecher der McCanns, Clarence Mitchell, sagte in einer ersten Reaktion: "Es handelt sich hierbei um eine ekelhafte Art, aus dem Verschwinden Madeleines Geld zu machen. Ich möchte der Mutter empfehlen darüber nachzudenken, was sie damit den McCanns antut."

Berichte über "Madeleine"-Film dementiert
Kate und Gerry McCann, die Eltern von Madeleine, haben erst vor wenigen Tagen britische Medienberichte dementiert, wonach sie mit einem Film über das Schicksal des Mädchens Millionen für die weitere Suche nach ihr verdienen wollen.

"Wir bestreiten kategorisch, dass wir einen Film über Madeleines Verschwinden in Erwägung ziehen", betonten Kate und Gerry McCann in  Erklärung. "Dies ist einfach nicht wahr."

Allerdings räumten die McCanns ein, dass ihr Sprecher Clarence Mitchell mit einer Produktionsfirma die Möglichkeit eines Dokumentarfilms über die Suche nach dem im Mai 2007 aus der Ferienwohnung der Eltern in Portugal verschwundenen Mädchen erörtert hatte. Die Filmfirma IMG bestätigte das Gespräch. Gleichzeitig hieß es aber, dass es sich dabei lediglich um erste Überlegungen gehandelt habe. "Dabei ist in keiner Weise über Geld gesprochen worden", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

Madeleine McCann ist im Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden, als ihre Eltern eigenen Angaben zufolge beim Abendessen waren. Die Eltern des Kindes glauben daran, dass es entführt worden ist und noch lebt. Die Polizei in Portugal hat Kate und Gerry McCann aber offiziell zu Verdächtigen erklärt. Ob und welche Verdachtsmomente gegen das Ärzte-Ehepaar besteht, wurde bisher nicht bekannt gegeben.

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