Angst vor Taliban

Weitere 3.000 US-Soldaten für Afghanistan

Ausland
10.01.2008 10:52
In Erwartung einer Offensive der radikal-islamischen Taliban-Rebellen im Frühjahr erwägen die USA die Entsendung von 3.000 zusätzlichen Soldaten nach Afghanistan. Eine entsprechende Empfehlung von US-Kommandanten solle am Freitag Verteidigungsminister Robert Gates vorgelegt werden, sagte ein Pentagon-Sprecher am Mittwoch.

Eine Entscheidung sei dann allerdings noch nicht zu erwarten. Gates sei aber zunehmend der Ansicht, dass die US-Armee in Afghanistan zusätzliche Truppen benötige. "Unsere Alliierten können diese nicht zur Verfügung stellen, jetzt sieht es so aus, als müssten wir diese zusätzliche Last auf uns nehmen", sagte der Sprecher.

Im Rahmen des NATO-geführten ISAF-Einsatzes sind derzeit rund 40.000 Soldaten in Afghanistan stationiert, 26.000 davon stammen aus den USA. Neben der ISAF operiert auch noch die US-geführte Anti-Terrorkoalition Operation Enduring Freedom (OEF) dort.

Trotz der geballten Militärpräsenz kommt das Land am Hindukusch nicht zur Ruhe: 2007 war das blutigste Jahr seit dem Sturz der Taliban 2001 durch die US-geführte Invasion infolge der Anschläge vom 11. September.

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