Organe versagen
Ex-Diktator Suharto ringt mit dem Tod
Auch am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) blieb Suharto weiter ohne Bewusstsein. Die künstliche Atmung habe seinen kritischen Zustand jedoch stablisiert, erklärte der Arzt Adi Kusnan.
Suharto, der von 1967 bis 1998 an der Macht war, war vor einer Woche mit Herz-, Lungen- und Nierenproblemen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Am späten Freitagabend versammelte sich seine Familie und mehrere Regierungsmitglieder am Krankenbett. Wie das Nachrichtenportal "Detikom" berichtete, durfte auch der wegen Korruption verurteilte Halbbruder Probosutedjo das Gefängnis für einen Besuch im Krankenhaus kurzzeitig verlassen.
Kritiker hatten immer wieder darauf hingewiesen, Suharto sei nicht so krank, wie seine Angehörigen behaupteten, sondern wolle sich nur davor drücken, für Verfehlungen während seiner Zeit an Indonesiens Staatsspitze zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Prozess wegen ärztlichen Attests ausgesetzt
Mit einem ärztlichen Attest zu seinem schlechten Gesundheitszustand hatte Suharto erreicht, dass ein Prozess wegen der Veruntreuung von öffentlichen Geldern im Jahr 2000 ausgesetzt wurde. Im Juli vergangenen Jahres reichten die Justizbehörden Zivilklage gegen Suharto ein, nach der Suharto umgerechnet knapp eine Milliarde Euro an sein Land zurückzahlen soll, die er während seiner Zeit an der Staatsspitze beiseite geschafft haben soll.



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