04.01.2008 18:11 |

Ohne Arbeit

Deutscher ließ sich in Spitälern durchfüttern

"Da habe ich ein warmes Bett und genug zu essen", musste sich ein arbeitsloser und unversicherter Deutscher gedacht haben, der die Weihnachtsfeiertage bis ins Neue Jahr im Landeskrankenhaus Villach verbrachte. Danach kam er wegen behaupteter Schmerzen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan unter. Nach zwei Tagen flog aber seine Masche auf. Insgesamt brachte es der 33-Jährige auf Spitalskosten von rund 6.000 Euro.

Schmerzen an diversen Körperstellen machte der gebürtige Niedersachse bei seinem Eintritt ins Krankenhaus Villach am 18. Dezember geltend und verpasste sich auch gleich eine neue Identität. Die Ärzte glaubten ihm und so konnte der Mann in stationärer Behandlung bis zum 2. Jänner zwei sorgenfreie Wochen verbringen.

Da er mit der Behandlung offensichtlich äußerst zufrieden war, wollte sich der 33-Jährige eine Draufgabe im Krankenhaus St. Veit genehmigen. Er fuhr daher unmittelbar nach seiner Entlassung von Villach in die Mittelkärntner Bezirksstadt, wo er ebenfalls ein Bett bekam. Da er sich aber bezüglich seiner Identität in widersprüchliche Aussagen verstrickte, verständigte das Spital am Freitag die Polizei.

Anzeige wegen schweren Betruges
Der Deutsche wird jetzt wegen schweren Betruges angezeigt. Woher er stammt, ist laut Polizei allerdings noch nicht geklärt. "Er hat bei der Einvernahme eine Wohnadresse in Rom angegeben, die stimmt jedoch nicht", erklärte ein Polizeisprecher.

Symbolbild

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