Freitagnachmittag, kurz nach 14 Uhr auf dem Flughafen Wien-Schwechat. 218 Österreicher (trotz angeblicher Massenanstürme auf die Flughäfen war der Flieger gar nicht voll!), die ihren Weihnachtsurlaub in Kenia verbracht haben, sind endlich wieder in der Heimat, unter ihnen auch der bekannte Kabarettist Thomas Maurer.
Sie sind von dem knapp zehnstündigen Transfer müde und erschöpft. Horrormeldungen über attackierte und hungernde Touristen können sie aber nicht bestätigen. "Wir haben von all den Ausschreitungen nichts mitbekommen", berichten etwa Maria und Kurt Wurst aus Pulkau in Niederösterreich. "Wir würden jederzeit wieder dorthin reisen." Und tatsächlich: Trotz Umbuchungen lassen sich viele Österreicher ihre Lust auf den Afrikaurlaub (noch) nicht nehmen.
66 Österreicher am Freitag nach Kenia abgereist
Das belegen auch aktuelle Zahlen: "Freitagabend flogen 66 Passagiere mit der Maschine von Wien nach Mombasa. Nächste Woche mehr als 100", weiß etwa Brigitta Pansy vom Anbieter African Safari Club. "Wir hatten auch einige Kunden, die erst Last-Minute, nämlich einen Tag zuvor, für diese Verbindung gebucht haben." Und weiter: "Wir werden auch in den nächsten Tagen wieder Last-Minute-Pakete für Kenia anbieten. Eine Woche Vollpension in einem Mittelklassehotel für 799 Euro. Wir rechnen mit großem Zustrom." Trotz Krise.
Außenministerium gibt teilweise Entwarnung
Teilweise Entwarnung gibt es auch weiterhin aus dem Außenministerium. "Abgesehen von den Zonen rund um Nairobi und im Westen sind Österreicher nicht akut gefährdet. Wir raten aber dennoch, auf unnötige Trips nach Kenia zu verzichten. Im Rest des Landes gilt nach wie vor ein hohes Sicherheitsrisiko", so ein Sprecher.
Von Gregor Brandl und Christoph Matzl, Kronen Zeitung










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