¿Kriegscasting¿

Firma sucht neue ¿Feinde¿ für US-Armee

Österreich
23.11.2007 11:55
Ein regelrechtes „Kriegscasting“ betreibt zurzeit eine Security-Firma aus dem Osten Deutschlands. Sie sucht in Salzburg und Oberösterreich arabisch sprechendes Trainingspersonal für den Einsatz der US-Armee im Irak und in Afghanistan. Die amerikanischen Soldaten sollen unter Mitwirkung des Trainingspersonals im richtigen Umgang mit der dortigen Zivilbevölkerung geschult werden.

Die deutsche Firma hat Inserate geschaltet, in denen „arabisch sprechende Statisten m/w“ gesucht werden. Gefragt wird nach Personen aus dem Irak oder aus einem anderen arabisch/kurdisch sprechenden Land. Für die nicht näher genannte Beschäftigung werden pro Tag ab 100 Euro Verdienst, weiters „An- und Abfahrt sowie Unterkunft und Verpflegung frei“ geboten. Casting-Termine für Interessierte sind in Salzburg und Linz vorgesehen.

Trainingscamp für amerikanische Soldaten
Eine Firmensprecherin bestätigte, dass Trainingspersonal erstmals auch in Österreich gesucht werde. Es sei ein Trainingscamp für amerikanische Soldaten geplant, um diese den richtigen Umgang mit der irakischen/afghanischen Zivilbevölkerung zu lehren. Es gehe nicht um einen Film, sondern um ein realistisches Training zur Vorbereitung von US-Soldaten auf ihren Einsatz im Irak.

Durch ein Rollenspiel auf einem Militärgelände in Deutschland sollen sie mit arabisch/irakischen Traditionen, Gepflogenheiten und Gewohnheiten vertraut gemacht werden, informiert die Homepage der Firma. Ziel sei es, unbeabsichtigte Fehler im Umgang mit der Bevölkerung zu vermeiden, die von den Terroristen benutzt werden könnten, um die Bevölkerung gegen die Amerikaner anzustiften.

Einsatz als Verkäufer, Handwerker oder Demonstrant
Die Statisten sollen helfen, ein „realistisches Szenario“ zu entwerfen. Sie werden unter anderem als Verkäufer, Cafébesitzer, Handwerker oder Teilnehmer einer Demonstration eingesetzt, um nachgebaute irakische Dörfer mit Leben zu füllen. Die Teilnehmer müssen aus Sicherheitsgründen während der gesamten, drei Wochen dauernden Schulung auf dem Militärgelände bleiben und dürfen es nur etwa für dringende Arztbesuchen oder bei einem Abbruch der Übung verlassen. Auch die Benutzung von Mobiltelefonen ist nicht erlaubt, ebenso das Trinken von Alkohol und der Konsum jeglicher Drogen.

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