Sitzplatz-Prozess

Fluggast gewinnt Prozess gegen Air France

Ausland
22.11.2007 15:17
Weil er 170 Kilo auf die Waage bringt, ist ein 40-Jähriger von der französischen Fluggesellschaft Air France 2005 zur Zahlung eines zweiten Sitzplatzes verdonnert worden. Nach einem Urteil eines Gerichts bei Paris vom Donnerstag muss die Fluglinie dem Mann nun die 500 Euro für den zweiten Platz zurückerstatten und ihm außerdem 8.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

"Ich bin erleichtert, dass meine Demütigung anerkannt worden ist", sagte der 40-Jährige. Auf dem Flughafen in Delhi hatte ein Angestellter dem Mann vor dem Rückflug nach Paris in aller Öffentlichkeit den Taillenumfang gemessen. 

"Das Gericht hat anerkannt, dass die Fluggesellschaft Menschen und keine Gewichtseinheiten transportiert", sagte der Anwalt des Mannes.

Eine eindeutige Gesetzgebung gibt es indes in Frankreich auch weiterhin nicht. Fluggesellschaften empfehlen übergewichtigen Passagieren lediglich, einen preisreduzierten zweiten Platz zu kaufen.

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