12.11.2007 15:58 |

Betrunken

Betrunkene Polizisten rasen in Schülergruppe

Zu einem verheerenden Unfall ist es am vergangenen Mittwoch in einer Grenzgemeinde im Norden Litauens gekommen. Zwei vermutlich alkoholisierte Polizisten mähten mit dem Pkw eine Gruppe von Schulkindern nieder und begingen anschließend Fahrerflucht. Drei Buben kamen ums Leben - der Vorfall hat in ganz Litauen bis in höchste Regierungskreise große Empörung hervorgerufen. Mittlerweile haben sowohl Innenminister Raimondas Sukys als auch Polizeichef Vatautas Grigaravicius als Folge des Unfalls ihren Rücktritt erklärt.

Bei dem Unfall, der sich in der Ortschaft Alexandrija ereignet hatte, wurden drei zehnjährige Buben getötet. Nach der Festnahme der beiden Beamten kam es in der Kleinstadt Skuodas am vergangenen Donnerstag und Freitag zu wütenden Protesten Hunderter Bürger.

In die Angelegenheit schalteten sich in der Folge sowohl Ministerpräsident Gediminas Kirkilas als auch Innenminister Raimondas Sukys ein. Letzterer reichte nun gemeinsam mit dem verantwortlichen Polizeichef wegen des schleppenden Informationsflusses von Seiten der örtlichen Polizeiführung über die Ermittlungen seinen Rücktritt ein.

Präsident Adamkus nahm am Montag in Vilnius die Rücktrittsgesuche beider Spitzenverantwortlichen an. Adamkus sagte, er habe die Entscheidung deswegen "mit schwerem Herzen" zur Kenntnis genommen, weil sich Sukys um den Schengen-Beitritt Litauens und Grigaravicius bei der Bekämpfung des organisierten Verbrechens im Land besonders verdient gemacht hätten.

Todeslenker in Untersuchungshaft
Über den 27-jährigen Unfall-Lenker wurde vorerst eine einmonatige Untersuchungshaft verhängt. Litauen gehört gemeinsam mit Nachbarland Lettland zu den EU-Ländern mit der höchsten Todesrate im Straßenverkehr.

Symbolbild

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