Millionen-Abfindung
Citigroup-Chef geht mit 95-Millionen-Abfindung
Charles Prince erhält rund 30 Millionen Dollar an Aktienoptionen und Pensionszahlungen sowie eine Bonuszahlung, die nach dem gegenwärtigen Aktienkurs zwölf Millionen Dollar ausmacht. Darüber hinaus darf Prince Aktien der Citigroup im Wert von 53 Millionen halten.
Sein Gehalt wird bis zum Jahresende weitergezahlt, er hat weiterhin Anspruch auf ein Büro, eine Sekretärin und einen Firmenwagen mit Fahrer. Prince erklärte seinen Rücktritt am Sonntag, nachdem er zugab, dass die Citigroup im vierten Quartal in Folge der US-Hypothekenkrise weitere elf Milliarden Dollar abschreiben muss.
Der Anwalt Prince hatte 17 Jahre unter dem legendären Ex-Citigroup-Chef Sanford „Sandy“ Weill gearbeitet, damals noch bei einem kleinen Unternehmen im Baltimore mit dem Namen Commercial Credit. Aus ihr sollte später durch eine Serie von Übernahmen die mächtige Citigroup werden. Prince wurde 2003 Chef und bekam rasch den Ruf eines „Workaholic“. Einer Biografie zufolge soll er 1997 sogar eine lebensrettende Behandlung von Nierenkrebs bis zum Abschluss einer Unternehmensübernahme verschoben haben. Seit seinem Antritt hatte die Citigroup-Aktie an der Börse 17 Prozent Kursverlust erlitten.
Merill-Lynch-Chef geht mit 161 Millionen in Pension
Noch besser als Prince erwischte es in der vergangenen Woche den Chef der Investmentbank Merrill Lynch: Das Unternehmen musste den größten Verlust der 93-jährigen Firmengeschichte einräumen, der Vorstandsvorsitzende Stan O'Neal - ebenfalls nur vier Jahre als CEO im Dienst - bekam nach seinem Rücktritt 161,5 Millionen Dollar (umgerechnet 110,1 Millionen Euro) zugesprochen.



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