In den Tod begleitet

Schweizer Organisation leistet Sterbehilfe im Auto

Ausland
07.11.2007 09:15
Die umstrittene Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" hat zwei Männern aus Deutschland zum Tod verholfen. Wie der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft, Markus Hohl, am Dienstag erklärte, ereignete sich der Fall in einem Kombi auf dem Gebiet der Kleinstadt Maur im Nordosten der Schweiz. Bei den Toten handle es sich um einen 50-jährigen und einen 65-jährigen Mann.

Die Schweiz verfügt über eines der weltweit liberalsten Gesetze zur passiven Sterbehilfe. Ein Arzt kann einem unheilbar Kranken ein tödliches Gift verschreiben, dieser muss die Dosis jedoch eigenständig zu sich nehmen. "Dignitas" hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 600 Menschen beim Sterben unterstützt. Die Organisation verspricht den Betroffenen einen schnellen und schmerzlosen Tod.

Dignitas sieht sich in den vergangenen Monaten zunehmend mit dem Problem konfrontiert, für die Sterbehilfe keine geeigneten Räume zur Verfügung stellen zu können. Nachbarn einer eigens für Sterbebegleitungen angemieteten Wohnung hatten wiederholt protestiert, sie wollten nicht in kurzen Abständen Leichenwagen vor der Türe sehen. Als die Organisation dann auf ein Hotelzimmer auswich, drohte dessen Besitzer mit einer Klage.

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