08.11.2007 13:59 |

Seuchengefahr

Angst vor Seuchen nach Schlammlawine in Mexiko

Nach einer der schwersten Flutkatastrophen in Mexiko sind Zehntausende Menschen von Seuchen bedroht. Die Behörden im besonders stark betroffenen Bundesstaat Tabasco haben die Bevölkerung am Mittwoch davor gewarnt, verunreinigtes Wasser zu trinken, weil sich dadurch Cholera ausbreiten könnte. In den Fluten treiben nach wie vor Tausende tote Rinder und Schafe.

Auch Dengue-Fieber sei in den Flutgebieten zu befürchten, da sich Mücken als Überträger der gefährlichen Krankheit besonders stark im stehenden Wasser vermehrten, warnte der Leiter für Gesundheitsvorsorge in Tabasco, Ramon de Jesus Velarde.

Schon jetzt grassiere in den vielen Flüchtlingsunterkünften die Grippe. "Ansteckungen sind ein großes Risiko. Es könnte eine Epidemie geben", sagte er. In den kommenden Tagen sollen größere Gebiete mit Rauchbomben beworfen werden, damit sich Mücken weniger stark ausbreiten.

Seit dem Übertreten der Flüsse nach starken Regenfällen steht nahezu der gesamte südliche Bundesstaat Tabasco unter Wasser. Mindestens drei Menschen ertranken. Bei einem Erdrutsch im benachbarten Chiapas starben zudem mindestens vier Menschen, als ihr Dorf unter den Schlammmassen begraben wurde. Die tatsächliche Opferzahl dürfte aber weitaus höher liegen. Rettungskräfte bemühen sich weiterhin, Verschüttete zu bergen.

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