28.09.2007 16:50 |

Mission Impossible

Österreich für WM-Quali nur in Topf 5

Die schwachen Resultate unserer Nationalmannschaft, die heuer noch keinen Sieg einfahren konnte, werden sich auf die Qualifikation für die WM 2010 überaus negativ auswirken. Bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen am 25. November 2007 wird Österreich so gut wie sicher nur aus Topf 5 gezogen werden. Damit wird es extrem schierig, die Qualifikation zu schaffen, weil knallharte Gegner auf die ÖFB-Elf zukommen.

Das Exekutivkomitee der UEFA hat am Donnerstag beschlossen, die Topf-Einteilung für Europa nach der FIFA-Weltrangliste vorzunehmen. Österreich nimmt in dieser Rangliste derzeit Platz 85 ein, in Europa liegt das ÖFB-Team auf Rang 40. Zwar wird bis Ende November die Weltrangliste noch zweimal aktualisiert, allerdings müsste Österreich vier Europäer überholen, was unrealistisch ist.

Die Hickersberger-Mannschaft wird daher aus dem vorletzten Topf mit Island, Moldawien, Litauen, Armenien, Lettland, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan gezogen werden. Selbst ehemalige Fußball-Zwerge wie Albanien oder Zypern sind höher eingestuft und würden nach aktuellem Stand aus dem vierten Topf kommen.

Benahe einer "Mission Impossible"
Die Qualifikation für Südafrika 2010 wird damit zu einem extrem schwierigen Unterfangen, weil Österreich in Gruppen gelost werden könnte, in denen sich sonst fast nur große Kaliber befinden. Nur die neun Gruppensieger (acht Sechser- und eine Fünfer-Gruppe) qualifizieren sich direkt für die kommende WM, die besten acht Gruppenzweiten ermitteln in einem Play-off-Format (Hin- und Rückspiel) vier weitere WM-Teilnehmer aus Europa.

Hickersberger nimmt's gelassen
Teamchef Josef Hickersberger nahm die voraussichtliche Auslosungs-Konstellation relativ gelassen zu Kenntnis. "Ob wir aus dem vierten oder fünften Topf gezogen werden, macht die Aufgabe, sich für eine WM zu qualifizieren, nicht schwieriger oder einfacher, da wäre Topf zwei die beste Variante gewesen."

Hickersberger begründete den Rückfall in der Weltrangliste folgendermaßen: "Aufgrund der letzten Qualifikationen und der Tatsache, dass wir zuletzt 1998 bei einer WM waren, sind wir eben so eingestuft worden. Dazu kommt, dass wir zuletzt keine Qualifikationsspiele bestreiten konnten und die Resultate aus Freundschaftsspielen nicht so wie Pflichtspiele gewertet werden, auch wenn unsere Ergebnisse zuletzt schlecht waren."

"Schlechte Optik"
Im Zusammenhang mit der Topf-5-Zuteilung sprach "Hicke" von einer "ganz schlechten Optik" und will nun mit seiner Mannschaft in den vier noch ausstehenden Partien (Schweiz auswärts, Elfenbeinküste, England, Tunesien jeweils daheim) bis zur maßgeblichen Ranglisten-Erstellung einiges an Boden gut machen. "Aber es wird schwierig, unsere Position so zu verbessern, damit wir noch in den vierten Topf kommen", weiß der Niederösterreicher.

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