So, 15. Juli 2018

Primera Division

24.08.2007 16:15

In Spanien fällt der Startschuss

Nach dem dramatischen Finale um den spanischen Fußball-Meistertitel 2007 gehen Champion Real Madrid und Vizemeister FC Barcelona einmal mehr als Topfavoriten in die Primera Divison, die am Samstag in die EURO-Saison startet. Die Madrilenen hechelten in der Vorbereitung mit Neo-Coach Bernd Schuster und ohne den nach Los Angeles abgewanderten Superstar David Beckham ihrer Form hinterher, die Katalanen setzen hingegen auf die "fantastischen Vier" rund um ihren jüngsten Topeinkauf Thierry Henry.

Dem FC Sevilla werden trotz zweier UEFA-Cup-Titel in Serie nur Außenseiterchancen zugebilligt, genauso wie Valencia und Atletico Madrid. Im Eröffnungsspiel und Schlager der ersten Runde trifft Real am Samstagabend daheim auf den Stadtrivalen Atletico, Barcelona beginnt die Titeljagd erst am Sonntagabend in Santander. Real-Kapitän Raul forderte nach der Supercup-Pleite gegen Sevilla Geduld: "Das ist ein neues Projekt mit vielen neuen Spielern. Aber gegen Atletico wollen wir unsere Fans glücklich machen."

Mit dem Meistertitel 2007 hatte Real eine vierjährige titellose Durststrecke beendet. Und das auf dramatische Weise gegen den Erzfeind aus Barcelona, denn bei Punktegleichheit nach 38 Runden gab schlussendlich die bessere Bilanz aus den beiden direkten Duellen den Ausschlag zugunsten der "Königlichen". Seitdem hat sich beim Nobelclub aus der Hauptstadt aber einiges getan.

Meistermacher Fabio Capello musste wegen zu wenig spektakulären Spiels des "Weißen Balletts" den Sessel räumen, stattdessen sitzt nun der von Getafe geholte Deutsche Schuster auf dem weißen Schleuderstuhl. Für acht Neuzugänge gaben die Madrilenen insgesamt 118 Millionen Euro aus - darunter alleine 36 Millionen für den niederländischen Flügelspieler Arjen Robben von Chelsea.

Zwar scheiterten die Versuche, weitere Superstars wie Kaka oder Michael Ballack als Ersatz für Beckham nach Madrid zu lotsen, dennoch kamen etwa der Argentinier Javier Saviola (von Barca) sowie die Niederländer Wesley Sneijder und Royston Drenthe. Für die Defensive holte Real die Verteidiger Christoph Metzelder, Gabriel Heinze und Pepe sowie Goalie Jerzy Dudek.

Der dickste Fisch des Sommers ging allerdings dem FC Barcelona ins Transfernetz. Nach der Verpflichtung von Henry freut man sich nicht nur in Katalonien auf offensiven Zauberfußball mit dem Franzosen, Ronaldinho, Samuel Eto'o und Lionel Messi. Wie Coach Frank Rijkaard die "fantastischen Vier" unter einen Hut bringt, bleibt jedoch noch abzuwarten. Der Niederländer weiß aber: "Wir haben tolle Spieler, die großartige Dinge auf dem Feld zeigen können. Aber wir müssen zusammenwachsen." Im Defensivbereich verstärkte sich Barca mit Eric Abidal, Gabriel Milito und Yaya Toure ebenfalls namhaft.

UEFA-Cup-Sieger Sevilla, der auch den spanischen Cup und Supercup holte, setzt heuer wieder auf ein eingespieltes und ausgewogenes Team. Der Abgang von Daniel Alves schmerzt, neu im Team sind der belgische Youngster Tom de Mul sowie Mali-Teamspieler Seydou Keita. Atletico Madrid will den Abgang von Jungstar Fernando Torres (für 36 Millionen Euro zu Liverpool) unter anderem durch die Zugänge Simao, Diego Forlan, Jose Antonio Reyes und Luis Garcia kompensieren.

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