Computer-Killer

Sieben Todsünden für PC-Benutzer

Elektronik
17.06.2007 13:38
Es gibt viele Mittel und Wege, um einem Rechner für immer den Garaus zu machen. Krone.at zeigt dir sieben einfache, aber sehr effiziente Methoden, wie du deinem PC am schnellsten zu einem Totalschaden verhilfst. Und wofür das Ganze? Natürlich nicht, um es nachzumachen, sondern um bestimmte Fehler gezielt zu vermeiden. Damit geliebte und wichtige Dateien nicht für immer verloren gehen.

1. Tod durch Ertrinken
Es ist eigentlich nahe liegend: Flüssigkeiten und der Computer sind sich spinnefeind. Dennoch genießen viele PC-Nutzer gerne mal ein Schlückchen am, neben oder über ihrem PC. Eine kleine Unachtsamkeit und schon tropft es auf die Elektronik. Während eine Tastatur noch relativ schnell und kostengünstig zu ersetzen ist, schaut es bei einem kompletten Rechner schon anders aus. Die einfache Devise lautet daher: Kaffee, Caipirinha und andere Getränke oder Flüssigkeiten haben in der Nähe eines Rechners nichts verloren.

Gelangt dennoch Flüssigkeit in den PC, sollte so schnell wie möglich der Netzstecker gezogen werden, um Schlimmeres zu vermeiden. Mit etwas Glück handelt es sich nur um Wasser, welches nach einer mehrstündigen Trockenzeit restlos verdunstet. Kaffee oder Softdrinks können hingegen leitfähige Rückstände hinterlassen und dann zu Kurzschlüssen führen. In diesem Fall sollte ein Fachmann ran.

2. Totgewienert
In der Wohnung herumfliegende Staub-Mäuse, Kekskrümel und andere Schmutzpartikel lassen sich bevorzugt da nieder, wo sie nicht willkommen sind - beispielsweise auf dem Lüfter des PCs. Ist dieser so verdreckt, dass er blockiert und nicht mehr weiter kühlt, kommt es schnell zur Überhitzung und zum Total-Defekt. Es macht sich also durchaus bezahlt, den eigenen Computer von Zeit zu Zeit einer gründlichen, aber behutsamen Putzaktion zu unterziehen.

Wer nämlich mit dem Staubsauger zu Werke geht, und das sind gar nicht so wenige, saugt nicht nur Schmutz, sondern möglicherweise auch das Motherboard und andere empfindliche Bauteile aus dem Gehäuse. Doch nicht nur Saugen, auch Pusten kann unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen: Druckluft-Dosen, mit denen der Dreck weggepustet wird, sind ebenso mit Vorsicht zu genießen. Dass im Inneren eines Rechners nicht feucht gewischt werden sollte, dürfte sich inzwischen ohnehin herumgesprochen haben.

3. Schlaganfall
Der wohl mit Abstand am schützenswerteste Bestandteil eines Rechners ist die Festplatte - schlummern hier doch sämtliche digitalisierten Erinnerungen und andere wichtige Dokumente. Obwohl sowohl interne als auch externe Festplatten meist durch ein stabiles Gehäuse geschützt sind, reagieren die Datenträger äußerst sensibel auf Stöße und Vibrationen aller Art. Bei einem Sturz schlägt der Lesekopf auf die Speicheroberfläche - die Folgen sind Kratzer und andere Macken, die die Festplatte am Auslesen der Daten hindern. Hier kann meist nur noch ein Spezialist helfen.

Tunlichst vermieden werden sollte zudem der Kontakt mit Magneten, aber auch mit Metallgehäusen. Wer beispielsweise beim Einbau einer internen Festplatte das Gerät kurz auf dem leitenden Gehäuse des eigenen Rechners ablegt und dort in Betrieb nimmt, läuft Gefahr, dass es zu einem Kurzschluss zwischen Gehäuse und den freiliegenden Schaltkreisen an der Unterseite der Harddisc kommt.

4. Blitzschlag
Wo schon vom Einbau die Rede ist: Jeder PC-Bastler kennt die Warnung vor elektrostatischen Entladungen. Beim Verbauen einer neuen Komponente in das Gehäuse kann sich diese Reibungselektrizität mit bis zu 20.000 Volt "blitzartig" über die gerade frisch gekaufte Hardware entladen. 

Eine Möglichkeit, dies zu verhindern, bestünde darin, nicht unmittelbar vor dem Einbau mit einem Luftballon über die Haare zu rubbeln oder mit neuen Turnschuhen auf dem Teppich zu joggen. Noch besser ist jedoch, sich vor der Arbeit im Rechner gründlich zu erden - beispielsweise durch eine kurze Berührung des Netzteilgehäuses.

5. Auf die harte Tour
Noch etwas sollte beim Einbau von neuen Komponenten bedacht werden: Jedes PC-Teil hat, auch wenn es in der Enge des Gehäuses nicht immer gleich ersichtlich ist, einen vorgesehenen Steckplatz. Also nicht wundern und kräftig drücken, wenn die Speichererweiterung plötzlich nicht auf den CPU-Sockel passen sollte. 

Stattdessen den Schritt lieber kurz noch einmal überdenken, schauen wo es wirklich passen könnte und dann mit viel Gefühl sanft anbringen. Mit roher Gewalt erreicht man nur, dass Kontakte verbiegen oder abbrechen. Im schlimmsten Fall ist dann sogar ein neues Motherboard fällig, was zusätzliches Geld und Nerven kostet.

6. Lungenkollaps
Wie bereits im Putz-Abschnitt kurz erläutert, ist das Netzteil samt Lüfter so etwas wie die Lunge des PCs. Durch die gleichmäßige Zirkulation wird das Innere des Rechners mit Frischluft versorgt und so vor dem Tod durch Überhitzung bewahrt. Ein Ausfall des Netzteils kann also fatale Folgen haben. 

Wer diesen Kollaps nicht künstlich herbeiführen möchte, der sollte daher tunlichst die Finger vom Spannungsschalter an der Rückseite des Netzteils haben. Der Wechsel bei einem Klick von 220 auf 110 Volt ist meist der sichere und sofortige Tod für das Netzteil und möglicherweise auch andere Komponenten. Aus diesem Grund sollten im PC-Gehäuse auch keine Kabel frei herumbaumeln, da andernfalls Kurzschlüsse oder Kriechströme zu bösen Überraschungen führen können.

7. Herzkreislaufversagen
Die siebte und letzte Todsünde ist das Verursachen eines Herzkreislaufversagens im BIOS. Das Basic Input/Output System ist quasi die Schaltzentrale des Computers, die zentrale Aufgaben wie etwa den Bootvorgang steuert. Alle notwendigen Anweisungen lagern normalerweise sicher in einem Chip auf der Hauptplatine.

In seltenen Fällen, etwa um neue Hardware mit dem alten Mainboard zu betreiben, muss das BIOS jedoch einem Update unterzogen werden. Kommt es bei diesem Update allerdings zu einer Unterbrechung der Stromzufuhr, kann der Vorgang nicht abgeschlossen werden und das Update ist fehlerhaft. Der Computer kann nicht mehr hochfahren, das Motherboard muss unter Umständen ausgetauscht werden.

BIOS-Updates sollten daher nur gemacht werden, wenn es absolut notwendig ist. Im Zweifel sollte sich, wie auch in den zuvor geschilderten Fällen, ein Spezialist der Sache annehmen.

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