Witterte Einbrecher

Pensionist schießt Drohne von Gemeinde vom Himmel

Ausland
09.04.2026 13:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Kontrollflug über öffentliche Gebäude endet mit einem lauten Knall: In Südwestfrankreich hat ein 76-jähriger Pensionist eine Drohne vom Himmel geschossen – weil er glaubte, Einbrecher würden sein Haus ausspionieren. Der Vorfall befeuert die Debatte über die wachsende Unsicherheit rund um den Einsatz solcher Geräte.

Der Zwischenfall ereignete sich am Dienstag in der Gemeinde Nohic im Département Tarn-et-Garonne. Gegen 14.30 Uhr war eine Drohne im Auftrag der Gemeinde im Einsatz, um den Zustand von Dächern öffentlicher Gebäude – darunter das Gemeindehaus, ein Klubhaus und eine Schule – zu überprüfen.

Als das Fluggerät über die örtliche Veranstaltungshalle und in die Nähe des Hauses des Mannes flog, griff dieser zu seinem Gewehr und gab einen Schuss ab. Die Drohne wurde dabei vollständig zerstört – der Schaden wird mit rund 1400 Euro angegeben.

Pensionist glaubte an Einbrecher
Der 76-Jährige gab an, er habe angenommen, dass Kriminelle das Gerät zur Vorbereitung eines Einbruchs einsetzen. Laut Bürgermeister Julien Castagne sei der Mann grundsätzlich unauffällig: „Er ist ein angenehmer Mensch, aber er hat panisch reagiert.“ Gleichzeitig räumte der Ortschef ein, dass die Bevölkerung nicht vorab über den Drohneneinsatz informiert worden war.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Gendarmerie konnte den Schützen rasch ausfindig machen. Er wurde vorübergehend festgenommen, inzwischen aber wieder freigelassen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Drohnen sorgen immer wieder für Misstrauen
Der Einsatz von Drohnen durch Behörden ist in Frankreich mittlerweile verbreitet – etwa zur Inspektion von Gebäuden oder für Planungsarbeiten. In Nohic war das Gerät erst seit rund drei Wochen im Einsatz und sollte laut Bürgermeister ausschließlich zur Überprüfung von Dächern dienen.

Ähnliche Vorfälle hat es jedoch bereits gegeben: So schoss im August 2024 ein Bewohner im Département Vaucluse ebenfalls auf eine Drohne, weil er sich beobachtet fühlte. Das Gerät gehörte tatsächlich dem Stromnetzbetreiber und diente der Kontrolle von Anlagen.

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