09.12.2017 10:54 |

100.000 infiziert

Massiver Angriff auf Huawei-Router entdeckt

Gut ein Jahr nachdem eine Cyberattacke über eine Million ihrer Router lahmlegte, hat die Deutsche Telekom einen ähnliche Angriff auf Netzwerktechnik des chinesischen Anbieters Huawei entdeckt. Im Visier sei ein Wartungsport der Huawei-Router, offensichtlich mit dem Ziel, ein Botnet aus heimlich gekaperten Computern zusammenzustellen, erklärte die Telekom am Freitag.

In der Spitze seien Anfang dieser Woche bis zu 200.000 Datenpakete pro Stunde registriert worden - ein ungewöhnliches Ausmaß. Auf dieser Basis liegt die Schätzung bei 80.000 bis 100.000 infizierten Routern. Deutschland ist nach Erkenntnissen der Telekom nicht betroffen.

Erste Hinweise auf den Aufbau einer Attacke gab es bereits Ende November. Huawei war von der IT-Sicherheitsfirma Check Point auf eine Sicherheitslücke hingewiesen worden und gab eine entsprechende Warnung heraus. Die ursprüngliche Attacke ging nach Erkenntnissen der Telekom von einem Server in Russland aus. Bei der Attacke wurde in zwei Schritten Software-Code von einem Server in den Niederlanden und dann aus Russland geladen.

Im November vergangenen Jahres waren "Speedport"-Router der Telekom zeitweise durch einen Angriff lahmgelegt worden, der sie zum Teil eines Botnets machen sollte. Bei rund 1,25 Millionen Telekom-Kunden waren teilweise Internet, Telefon und Fernsehen gestört. Es war eine globale Attacke, die nicht speziell auf Telekom-Router gerichtet war.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Hier im Video
Irre: Ribery in Florenz wie Rocky präsentiert
Fußball International
Beschwerde erhoben
Ort wehrt sich gegen Zuzug muslimischer Familie
Niederösterreich
Wie geht es weiter?
Hosiner: „Es jagt mich sicher niemand davon!“
Fußball National
Wegen Griezmann
Messi wieder fit und gleich gewaltig unter Druck
Fußball International
Es geht wieder los
Ronaldo: „Ich kann von Titeln nicht genug kriegen“
Fußball International

Newsletter