So, 15. Juli 2018

Umdenken gefordert

28.11.2017 10:47

Bald Bio-"Gackerl-Sackerl" in Graz?

Unglaubliche 4,5 Millionen "Sackerl fürs Gackerl" benutzen allein die Grazer jährlich für die Hinterlassenschaften ihrer Hunde. Dass die "Gackerl-Sackerl" im Restmüll landen, das ärgert viele. Der Aktive Tierschutz Steiermark fordert ein Umdenken - und tatsächlich testen die Holding Graz bereits "Bio-Gackerl-Sackerl".

Polyäthylen heißt das Material, aus dem die Grazer "Gackerl-Sackerl" bestehen - also aus Kunststoff. Nach der Benutzung landen die Plastiksackerl in einem der Grazer Restmüllbehälter. Eine Umweltsünde sei das eigentlich, kritisiert der Aktive Tierschutz Steiermark und wünscht sich biologisch abbaubare Alternativen, die nicht tonnenweise im Restmüll landen.

Neue Sackerl im Test
Und tatsächlich testet die Holding-Graz bereits biologisch abbaubare "Gackerl-Sackerl" - Gerald Zaczek-Pichler: "Auf ausgewählten Wanderwegen haben wir einen Testlauf gestartet. Die Bio-Sackerl sind schwarz, im Gegensatz zu den herkömmlichen roten." 40.000 Euro gibt die Holding-Graz derzeit für die "Gackerl-Sackerl" aus. Die Bio-Sackerl wären freilich wesentlich teurer - und zwar um das bis zu Fünffache.

35 Euro Strafe
Als die "Gackerl-Sackerl" 2007 in Graz eingeführt wurden, lag der Verbrauch bei 1,8 Millionen Stück im Jahr. Mittlerweile sind es 4,5 Millionen Sackerl (463 Spender gibt es aktuell). Die Tendenz ist stark steigend, auch weil die Hundebesitzer wesentlich bewusster geworden sind. Wer von der Ordnungswache dabei erwischt wird, wie er die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners nicht wegräumt, der muss übrigens 35 Euro Strafe zahlen. In Wien sind es 36 Euro.

G. Richter & Ch. Blümel, Kronen Zeitung

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