
Eineinhalb Jahre hatte eine Rumänin bei einer Familie in Gmünd in Kärnten als Pflegekraft gearbeitet. Sie wurde nicht nur liebevoll aufgenommen, man hat der 47-Jährigen, die als 24-Stunden-Betreuerin für die Oma eingestellt worden war, auch vertraut. Nun stellte sich heraus, dass die Frau ihre Arbeitgeber monatelang bestohlen hatte.
"Vor Wochen bemerkten wir, dass in unserer Pension immer wieder verschiedene Gebrauchsgegenstände, Küchenutensilien und sogar einzelne Schmuckstücke verschwunden sind", schildert die betroffene Familie.
"Ist sogar zur Freundin geworden"
"Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch niemand unsere Pflegekraft in Verdacht. Sie hat meine Mutter immer liebevoll betreut", erzählt die Gmünderin: "Wir haben der Frau blind vertraut. Sie wurde von uns freundlich aufgenommen, bekam ihr eigenes Zimmer und ist nach einiger Zeit sogar zu einer Freundin geworden."
Reisetaschen bei Abreise voller als bei Ankunft
Misstrauisch wurde die Familie schließlich, weil die Reisetaschen der Rumänin bei ihrer Abreise immer deutlich voller waren als bei ihrer Ankunft. Deshalb hat man kürzlich in ihrem Zimmer Nachschau gehalten und dort ein richtiges Beutelager entdeckt. Die 47-Jährige hatte im Bett unter der Matratze Marmeladegläser, Gewürze, Weinflaschen, Windeln, Bekleidung, Besteck und mehr gehortet. Die enttäuschte Arbeitgeberin: "Sie hat einfach alles gestohlen. Sie füllte sogar unser Waschmittel in Colaflaschen ab. Wir haben die Agentur, die uns die Frau geschickt hat, darüber informiert. Die hat ihr gekündigt."
Elisa Aschbacher, Kronen Zeitung













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