Mo, 15. Oktober 2018

Alle zufrieden

16.11.2017 18:37

Beamte bekommen ab 1. Jänner 2,33 Prozent mehr

Die Gehälter der Beamten steigen mit 1. Jänner 2018 um 2,33 Prozent. Darauf haben sich am Donnerstagabend Regierung und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) in der vierten Verhandlungsrunde geeinigt. Sowohl Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) als auch GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis.

Schnedl sprach von einem "sehr guten Abschluss", der die Kaufkraft der Mitarbeiter dauerhaft erhöhen werde. Es werde nicht nur die Inflation abgegolten, die Mitarbeiter bekommen auch knapp 0,5 Prozent vom Wirtschaftswachstum. Mit den von den Metallern erreichten drei Prozent wollte der GÖD-Vorsitzende keinen Vergleich ziehen. Diese hätten völlig andere Parameter.

Auch Duzdar freute sich über die Einigung. Den Abschluss sei man den Mitarbeitern "schuldig gewesen". Es sei wichtig, dass das Wirtschaftswachstum bei allen ankomme, so die Staatssekretärin. Die Kosten für das Budget beziffert sie mit 308 Millionen Euro. Duzdar betonte, sie habe keine Sorge, dass die künftige Regierung den Abschluss von 2,33 Prozent kritisieren könnte. Man habe sowohl auf ein ausgewogenes Budget als auch auf eine Wertschätzung der Beamten Bedacht genommen.

Gewerkschafts-Unmut über Oberösterreich
Für Unmut sorgte die Ankündigung der oberösterreichischen Landesregierung, den Abschluss des Bundes nicht in der vollen Höhe übernehmen zu wollen. younion-Gewerkschaftschef Christian Meidlinger kündigte für 5. Dezember eine große Demonstration in Linz an und schloss auch weitere Schritte nicht aus. Er habe gar kein Verständnis dafür, dass nicht alle Gebietskörperschaften den Abschluss nachvollziehen, sagte der Chef der Gemeindebediensteten.

Schnedl meinte, es könne nicht sein, dass es in einer funktionierenden Sozialpartnerschaft ein Diktat gebe. Er erwarte von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) die Aufnahme von Gesprächen. Moralische Unterstützung erhielt die Gewerkschaft auch von Duzdar: Die Staatssekretärin äußerte den Wunsch, dass die Länder den Abschluss des Bundes übernehmen. Sie könne aber niemanden dazu verpflichten.

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