Do, 16. August 2018

Nun Ausgangssperre

30.08.2017 06:19

Texas: Helfer kämpfen bis zur völligen Erschöpfung

Die US-Metropole Houston im Bundesstaat Texas kommt nach den schweren Überschwemmungen, die Tropensturm "Harvey" mit sich brachte, auch weiterhin nicht zur Ruhe. Aus Angst vor Plünderungen wurde mittlerweile eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, wie der Bürgermeister der Stadt, Sylvester Turner, bekannt gab. Indes kämpfen zahlreiche Einsatzkräfte unter Aufbietung ihrer gesamten Kräfte gegen die Wassermassen an, bringen Menschen in Sicherheit, helfen überall dort, wo Bürger in Not sind - und das bis zur völligen Erschöpfung.

"Ich verhänge eine Ausgangssperre von 22 Uhr (5 Uhr MESZ) bis 7 Uhr (12 Uhr MESZ), um Übergriffe auf das Eigentum in den verlassenen Häusern zu verhindern", sagte Turner im Rahmen einer Pressekonferenz.

Anrainer einer Chemiefabrik in Sicherheit gebracht
Unterdessen wurden Anrainer einer im Überschwemmungsgebiet liegenden Chemiefabrik in Texas in Sicherheit gebracht. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilten die Behörden mit. Der französische Konzern Arkema, dem die Fabrik in Harris County gehört, erklärte, die Anlage sei überschwemmt. Es sei möglich, dass Chemikalien reagierten und ein Feuer ausbreche, das eine schwarze Rauchwolke auslöse. Wie giftig diese Wolke sein würde, teilte der Konzern nicht mit. In der Fabrik werden organische Peroxide produziert, hieß es.

Am Dienstag hatte sich US-Präsident Donald Trump in der vom Hochwasser ebenfalls betroffenen Stadt Corpus Christi ein Bild von der Lage gemacht. Trump besuchte eine Feuerwache. Er lobte die Arbeit der Einsatzkräfte und der Behörden im Kampf gegen die Fluten. Geredet wurde beim Besuch des US-Präsidenten samt Gattin Melania allerdings weit mehr über die (überaus unpassende) Wahl des Schuhwerks der derzeit amtierenden First Lady.

Vier Tote bislang offiziell bestätigt
Unklarheit herrscht nach wie vor darüber, wie viele Menschenleben der Hurrikan bereits gefordert hat. Offiziell bestätigt wurden bislang vier Tote, einige US-Medien meldeten allerdings bereits höhere Todeszahlen. Wie der Polizeichef von Houston, Art Acevedo, erklärte, ertrank etwa ein Polizist am Sonntag auf dem Weg zur Arbeit.

Die selbstlosen Taten der zahlreichen Helfer, die den Regenmassen bis zur völligen Erschöpfung trotzen, werden unterdessen im Netz umjubelt. So posteten zahlreiche Nutzer ihren Dank und ihre Bewunderung etwa unterhalb des Fotos eines völlig entkräfteten Polizisten des Harris County Sheriff's Offices. Das Bild zeigt den Uniformierten - es handelt sich laut "Bild" um Deputy Sheriff Bob Goerlitz, der seit 27 Jahren für die Polizei tätig ist - zusammengesunken am Boden sitzen. Völlig erschöpft von seiner Schicht war der Mann einfach im Sitzen eingeschlafen. "Gott segne und beschütze alle, die sich dafür einsetzen, Leben zu schützen und zu retten", lautet nur eines von vielen User-Kommentaren.

Louisiana "steht das Schlimmste noch bevor"
Eine Besserung der Wetterlage ist allerdings nach wie vor nicht in Sicht. Nach den bisher noch nicht da gewesenen Niederschlägen in Texas zieht Sturm "Harvey" nun weiter in Richtung Louisiana. Dort werden in den kommenden Tagen ebenfalls heftige Auswirkungen befürchtet. In New Orleans blieben Schulen und Behörden am Dienstag geschlossen. Bürgermeister Mitch Landrieu empfahl den Bewohnern, ihr Haus nicht zu verlassen. Er riet ihnen, Essen, Getränke und Medikamente für mindestens drei Tage vorrätig zu haben. Gouverneur John Bel Edwards sagte, Louisiana stehe das Schlimmste aller Wahrscheinlichkeit nach noch bevor.

 krone.at
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