Do, 19. Juli 2018

Digitaler Goldrausch

22.08.2017 07:00

Kryptogeld-Mine in Leonding ist Millionen-Business

Kryptowährungen wie der Bitcoin oder Ethereum sind in aller Munde, eine Meldung über Rekordkurse und Nachfragespitzen jagt die Nächste. Mitten drin im Cyber-Goldrausch: das Start-up bitTex im oberösterreichischen Leonding. Die Firma betreibt eine Mine für Cybergeld und vermietet die Infrastruktur. Ein Millionengeschäft.

Seit Anfang des Jahres laufe das Geschäft hervorragend, vermeldet bitTex. Schon gut zwei Monate nach dem Start konnte das Leondinger Start-up von Investoren eine Finanzspritze von fünf Millionen Euro einsammeln, insgesamt hat die von Daniel Hattmannsdorfer und Simon Ehrenmüller gegründete Firma im ersten Halbjahr stattliche acht Millionen Euro umgesetzt.

Krypto-Mine mit Tausenden Grafikkarten in Leonding
Das Geschäftsmodell: Die Jungunternehmer haben unweit der Landeshauptstadt Linz am IT-Hotspot Leonding eine Mine für Kryptowährungen aufgebaut, in der die Infrastruktur angemietet werden kann, mit der digitales Geld - konkret die Cyberwährung Ethereum - generiert wird. Die Berechnungen, die dafür nötig sind, werden in der Krypto-Mine mithilfe Tausender Grafikkarten durchgeführt.

Die Idee ist erfolgreich: Das Team von bitTex sei binnen weniger Monate auf 20 Mitarbeiter angewachsen, die hauseigene Cyber-Mine sei eine der größten in ganz Europa, freuen sich die Jungunternehmer. Als nächsten Schritt strebt man in das internationale Geschäft mit dem Cybergeld - und zwar nicht nur mit Ethereum. Kunden sollen künftig per Mausklick bestimmen können, welche digitale Währung in der Cybergeld-Mine in Leonding für sie erzeugt werden soll.

Beratung und Verträge als neue Standbeine
Abseits der Erzeugung von Kryptogeld arbeitet bitTex derzeit an neuen Standbeinen. Einerseits will man ins Geschäft mit der Kryptowährungs-Beratung einsteigen und dabei etwa Aufklärungsarbeit rund um die Blockchain-Technologie hinter den digitalen Währungen leisten.

Andererseits plane man, auf Basis der Blockchain auch das Vertragswesen zu revolutionieren. In der Ethereum-Blockchain beispielsweise könne man programmierbare Verträge schreiben, mit denen viele Dienstleistungen automatisiert und digitalisiert werden könnten, für deren Abschluss man momentan noch teure Mittelsmänner wie Notare oder Anwälte brauche.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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