16.08.2017 15:09 |

Toter Rekrut in NÖ

Hofer: "Verantwortungslose politische Propaganda"

Der Fall rund um jenen 19-jährigen Rekruten, der bei einem sieben Kilometer langen Marsch zusammenbrach und wenig später starb, hat bekanntlich eine heftige Debatte um das Bundesheer entfacht. In einem Facebook-Posting meldet sich nun auch FPÖ-Politiker Norbert Hofer zu Wort. Er spricht von "verantwortungsloser politischer Propaganda", denn: Viele Österreicher würden so eine Strecke bei diesen Temperaturen laufen, wandern oder radeln.

Wie die Obduktion letztlich enthüllte, war der Rekrut aufgrund einer bakteriellen Infektion ums Leben gekommen. Dennoch war bereits im Vorfeld eine Debatte über mutmaßliches Fehlverhalten und "unnötigen Drill" beim Bundesheer ausgebrochen.

Mahnende Worte an Kritiker, Lob für Soldaten
Rückendeckung bekommt das Bundesheer nun auch durch Norbert Hofer. Er warnt in seinem Facebook-Posting: "Wer das Bundesheer abschaffen will, rüttelt an den Grundfesten unserer Verfassung." Gleichzeitig bedankt sich der Dritte Präsident des Nationalrates bei den "Grundwehrdienern und allen Soldatinnen und Soldaten unseres Bundesheers für ihren tagtäglichen Einsatz für die Sicherheit unseres Landes". Er erinnert sich an einen Todesfall während seines Wehrdienstes: "Damals kam kein Politiker auf die schamlose Idee, diesen Unfall für die Schwächung des Bundesheers zu missbrauchen."

Beerdigung mit militärischen Ehren in Wien
Am Donnerstag wird der Rekrut - genau zwei Wochen nach seinem Tod - in Wien beerdigt. Der 19-Jährige erhält ein Begräbnis mit militärischen Ehren, daran teilnehmen wird auch Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Laut Doskozil-Sprecher Michael Bauer hat sich die Familie des toten Rekruten ausdrücklich gewünscht, dass die Beerdigung unter Ausschluss der Medien stattfinden soll. Das Heer hat zur Untersuchung des Todes des Rekruten sowohl eine Untersuchungs- als auch eine Sonderkommission eingesetzt.

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