Fukushima

Roboter sucht in Atomruine nach Brennstoff

Elektronik
19.07.2017 08:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auch mehr als sechs Jahre nach dem Super-Gau im japanischen Fukushima infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis weiß niemand genau, wo sich der geschmolzene Brennstoff befindet. Ein Roboter soll nun Abhilfe schaffen: Der Betreiberkonzern Tepco schickte am Mittwoch einen 30 Zentimeter langen und 13 Zentimeter breiten Roboter in den mit Kühlwasser gefluteten Sicherheitsbehälter des Reaktors 3, wie japanische Medien berichteten.

Der mit Kameras ausgerüstete Roboter soll sich in dem 6,4 Meter hoch stehenden, verstrahlten Wasser im Reaktorbehälter auf die Suche machen. Tepco hatte im Februar mehrere Roboter zunächst in den Reaktor 2 und im März in den Reaktor 1 geschickt. Wegen der Trümmer und der extrem hohen Strahlung im Inneren erbrachten die Roboter jedoch bisher nicht den erhofften Erfolg bei der Suche nach dem geschmolzenen Brennstoff.

Das Unternehmen muss wissen, wo sich der Brennstoff in jedem der drei havarierten Reaktoren befindet, um herauszufinden, was die beste und sicherste Methode ist, ihn zu bergen. Eine vollständige Stilllegung der Atomruine Fukushima dürfte Schätzungen zufolge etwa 30 bis 40 Jahre dauern.

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