Mo, 16. Juli 2018

krone.at-Filmkritik

12.07.2017 11:43

"Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner"

Was wäre, wenn... In Pepe Danquarts Fantasy-Komödie "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" (Kinostart: 13. Juli) darf Ex-VIVA-Beauty Jessica Schwarz ihr Leben fünf Jahre zurückspulen und noch einmal von vorne anfangen. krone.at hat den Film schon vorab gesehen und verrät Ihnen, ob sich ein Kinobesuch lohnt.

Die liebenswerte Chaotin Kati (Jessica Schwarz) kann sich eigentlich nicht beklagen: Toller Job, tolle Wohnung, toller Ehemann. Aber nach fünf Jahren Beziehung mit Felix (Felix Klare) merkt Kati, dass sich so langsam der Alltag einschleicht. Ihr Liebster ist, wenn er nicht gerade zu Hause auf der Couch einschläft, fast nur noch im Krankenhaus, um sich um seine Patienten zu kümmern.

Als Kati der junge Künstler Mathias (Christoph Letkowski) über den Weg läuft, ist es um sie geschehen. Sie verliebt sich in den unangepassten, unkonventionellen Romantiker. Kati kommen Zweifel, ob Felix tatsächlich der richtige Mann für sie ist. Will sie wirklich mit ihm alt werden? Kati ist hin- und hergerissen - bis ihr das Schicksal einen Streich spielt: Nach einem Autounfall wacht sie im Krankenhaus auf, genau an dem Tag, an dem sie ihren späteren Ehemann Felix kennengelernt hat.

"Was zum Teufel...!?", denkt sich Kati und ist völlig von der Rolle. Doch dann will sie die Chance, die ihr das Schicksal bietet, nutzen und ihre Entscheidungen von damals überdenken. Sie geht ihr Leben nun anders an und macht sich auf die Suche nach Mathias - in der Hoffnung, mit ihm das große Los zu ziehen. Aber lässt sich das Schicksal wirklich so leicht überlisten..?

Es ist keine neue, aber durchaus unterhaltsame Geschichte, die uns Pepe Danquart da serviert. Er verzichtet auf flache Witze und schafft es, dass der Zeitreise-Plot nicht allzu hanebüchen daherkommen. Schauspielerisch ist "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" leider kein Meilenstein, die Filmcharaktere sind teilweise zu überzeichnet. Dass Protagonistin Kati nicht einparken kann, ist spätestens nach dem zweiten Mal klar, das muss und will man nicht alle fünf Minuten sehen. Katis überdrehte Arbeitskolleginnen Marlene (Elena Uhlig) und Linda (Pheline Roggan) nerven nach einer halben Stunde derart, dass man am liebsten den Ton abdrehen möchte.

Christoph Letkowski als charmanter Künstler und Frauenschwarm ist eine Fehlbesetzung, einzig Felix Klare als Katis Ehemann und Juliane Köhler als fieses Büro-Ungeheuer stellen ihr schauspielerisches Können unter Beweis.

Fazit: Eine ansprechende Komödie, die wegen überzeichneter Charaktere und schauspielerischer Defizite viel Potenzial verspielt.

Ingemar Pardatscher
Ingemar Pardatscher

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