Mi, 19. Dezember 2018

Neue Details

18.05.2017 06:56

Mordfall Roland K.: Die Ex-Freundin erbt alles!

Wieder neue Details im Mordfall Roland K.: Der vermögende Salzburger soll eine Ex-Freundin (43), eine Schriftstellerin, als Alleinerbin in seinem Testament eingesetzt haben. Die Schwestern des Opfers würden so leer ausgehen. Zudem habe K. oft davon gesprochen, dass er Richard H. (23) adoptieren wolle, heißt es.

Geld macht nicht glücklich, das hat der Krimi rund um die Ermordung von Roland K. gezeigt. Viele Neider, böse Gerüchte und ein mysteriöses Ende. Roland K. hatte zwar von seinem Onkel, dessen Vorfahren den Wachdienst ÖWD gegründet hatten, ein Vermögen und viele Liegenschaften geerbt, glücklich wurde er damit aber bis zu seinem Lebensende nicht.

K. war immer einsam, mit seinen Schwestern verstand er sich nicht. Früher schipperte er mit gecharteten Jachten durchs Mittelmeer. Das ließ zuletzt aber sein Gesundheitszustand nicht mehr zu.

Kummer im Alkohol ertränkt
K. ertränkte seinen Kummer im Alkohol, im Rausch vergaß er seine Einsamkeit und seinen Kinderwunsch. Er hatte immer wieder Freundinnen, doch keine Beziehung dauerte länger als ein paar Monate. Zuletzt war er mit einer Schriftstellerin (43) aus Salzburg liiert. Nach drei Monaten beendete sie die Beziehung. Doch K. wollte das so nicht hinnehmen, hat die Frau angeblich gestalkt. Sie suchte schließlich sogar Hilfe im Gewaltschutzzentrum.

K. soll die Frau (sie hat ein Alibi, war zum Zeitpunkt des Verschwindens des Opfers in Italien) als Alleinerbin in seinem Testament eingetragen haben. Das tat er jedes Mal, wenn er eine neue Flamme hatte. Er wollte unbedingt verhindern, dass seine Schwestern etwas bekommen. In dieser Hinsicht war ihm sein Vermögen heilig. Beim Verschwenden von Geld durch Kokain- und Alkoholkonsum aber nicht.

Familie seit 30 Jahren nicht mehr gesehen
K. soll seine Schwestern schon seit 30 Jahren nicht mehr gesehen haben. In seiner Jugend soll zu Hause irgendetwas Schlimmes passiert sein, das ihn für immer geprägt hat. Gerüchten zufolge hatte K. immer, wenn er fortging, mindestens 20.000 Euro dabei. So auch am Tag, als er verschwand. Er sprach im Rausch öfter davon, Richard H. (einen der später Verdächtigen) zu adoptieren. "Wir sind uns ja so ähnlich", lallte er dann. Auch mit seinem Hund, einem Husky, war K. kein Glück gegönnt. Das Tier wurde vergiftet.

Bekannte denken, dass eine Mischung aus Gier und Neid das Mordmotiv war. Die beiden Verdächtigen, so vermuten sie, hätten K. sein Bargeld abgenommen und mehr gefordert. Dann sei die Situation eskaliert.

Die Wahrheit wird man wohl erst im Laufe des Prozesses erfahren. Auch über den zweiten Verdächtigen, Robert Sch., wurde mittlerweile die U-Haft verhängt, sein Anwalt Jörg Dostal hat aber Beschwerde dagegen eingelegt.

Anwalt von Richard H. weiß nichts von Testament
Rechtsanwalt Franz Essl ist von der Unschuld seines Mandanten Richard H. (23) überzeugt. Von einem Testament weiß er nichts.

"Krone": Beteuert Ihr Mandant weiterhin seine Unschuld?
Essl: "Ja, er hat niemanden ermordet."

Wussten Sie, dass Roland K. ein Testament hinterlassen haben soll?
"Nein davon weiß ich gar nichts."

Und die Gerüchte um die Adoption Ihres Mandanten durch Dr. K.?
"Nach meinen Informationen war Roland K. viel unterwegs und hat über vieles gesprochen. Ob und inwieweit das alles ernst war, ist hier schwer zu beurteilen."

Ihr Mandant hatte also kein Motiv für einen Mord?
"Nein, absolut nicht."

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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