26.04.2017 10:09 |

Vor Einkaufszentrum

Trunkenbold (41) verprügelt Hightech-"Robocop" K5

Im US-Hightech-Paradies des Silicon Valley hat ein 140 Kilo schwerer Sicherheitsroboter vor einem Einkaufszentrum im Kampf gegen einen 41-jährigen Trunkenbold den Kürzeren gezogen. Der K5-"Robocop" der US-Firma Knightwatch wurde von dem tobenden Mann einfach umgestoßen und konnte sich nicht mehr aufrichten.

Der Zwischenfall ereignete sich laut einem Bericht des US-Technikblogs "Ars Technica" am Parkplatz vor einem Einkaufszentrum im kalifornischen Mountain View. Der Roboter patrouillierte dort, um Parksünder zu identifizieren und ist mit Rundum-Kameras und Nummernschilderkennung für 300 Autos pro Minute auch bestens dafür ausgerüstet.

Roboter K5 ist unbewaffnet
Für den Kampf mit einem Betrunkenen ist der K5 allerdings nicht geschaffen: Er ist unbewaffnet und verfügt über keinerlei Verteidigungsmechanismen. K5 kann nur um Hilfe rufen und menschliche Wachleute alarmieren. Als er auf den 41-jährigen Jason Sylvain traf, half ihm das aber auch nichts. Der betrunkene Mann traf am Parkplatz auf den Roboter, griff diesen an - und warf den 140-Kilo-Parksheriff aus Blech kurzerhand um.

K5 blieb liegen, Sylvain zog von dannen, wurde aber wenig später von der Polizei gestellt. Auf ihn kommt nun ein Verfahren wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit und Vagabundieren zu. Der Schaden am Sicherheitsroboter hält sich derweil in Grenzen. Er hatte lediglich ein paar Kratzer und konnte seinen Dienst wieder aufnehmen, als ihm seine organischen Kollegen wieder auf die Räder halfen.

K5 verletzte schon einmal Kleinkind
Es ist nicht der erste Zwischenfall, der den K5-"Robocop" in die Schlagzeilen bringt. Beim letzten Mal war allerdings er es, der ein Sicherheitsrisiko darstellte. Bei seiner Patrouille übersah K5 trotz seiner 360-Grad-Kameras ein Kind und rollte über dessen Fuß. Der 16 Monate alte Bub kam mit einer Quetschung und dem Schrecken davon, auf K5 warf der Zwischenfall kein gutes Licht.

Bei Firmen ist K5 trotzdem beliebt: Der Roboter vom US-Hersteller Knightscope verrichtet etwa bei Microsoft und der Basketballmannschaft Sacramento Kings Dienst. Der Hersteller vermietet seinen K5 an diese Unternehmen - für sieben US-Dollar pro Stunde. Prinzipiell kein Schnäppchen, durch den Wegfall etwaiger Versicherungsbeiträge oder Nachtzuschläge für die Unternehmen aber durchaus attraktiv. Zumal K5 auch weder Urlaub noch Mittagspause macht.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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