23.04.2017 06:00 |

Scheideninfektion

Was tun, wenn’s juckt und brennt?

Scheideninfektionen sind äußerst unangenehm und betreffen jede Frau einmal in ihrem Leben. Man muss aber nicht immer gleich mit Medikamenten behandeln. Auch die Homöopahtie kann hier Linderung verschaffen.

Ausfluss, Juckreiz, Schmerzen im weiblichen Intimbereich? Viele Frauen kämpfen immer wieder mit Genitalinfektionen. Verschiedene Ursachen, darunter übertriebene Hygiene, mechanische Überreizung - das sogenannte Honeymoon-Syndrom - und die Einnahme von Antibiotika, führen zu einer Störung der Scheidenflora. Schädliche Erreger können sich vermehren und die verschiedenen entzündlichen Vaginalinfektionen auslösen. Viele "Haut- und Schleimhautbewohner" lieben eine feucht-warme Umgebung. Unterwäsche aus Synthetik, String-Tangas und hautenge Stretch-Jeans sorgen für dieses Hautklima.

Erhöhte Ansteckungsgefahr droht außerdem in Schwimmbädern, durch nasse Badesachen und gemeinsam benützte Handtücher. Im Urlaub kann die zu intensive Sonneneinstrahlung das Immunsystem zusätzlich schwächen. Auch ungewohnte Speisen, ein Zuviel an bestimmten Nahrungsmitteln oder Alkohol belasten den Organismus vermehrt. Schlussendlich ist für viele im Urlaub endlich einmal Zeit für häufigen Sex, der die Scheidenschleimhaut und das Scheidenmilieu verändert.

Chronische Probleme lassen sich homöopathisch am besten mit individuell abgestimmten Arzneimitteln behandeln. Doch auch für Akutsituationen gibt es bewährte Arzneien, auf die "Frau" zurückgreifen kann. Dr. Katrin Strauch, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Wien, empfiehlt Folgendes:

  • Kreosotum ist eine bewährte Arznei für Pilzinfektionen. Der Ausfluss ist brennend, grau und wundmachend. Juckreiz zwischen den Schamlippen, schlimmer während des Wasserlassens. Schwellung der äußeren und inneren Schamlippen. Entzündung der Scheide. Symptome werden während der Menstruation und durch das Waschen mit kaltem Wasser schlimmer.
  • Sepia: Juckreiz zwischen den Schamlippen, brennende Schmerzen und Hitzegefühl in der Vagina. Der Juckreiz verschlimmert sich durch Ausfluss. Dieser zeigt sich bernsteinfarben, scharf, wundmachend und mit fischigem Geruch. Die Beschwerden bessern sich durch Bewegung und Beschäftigung. Sepia ist auch ein wichtiges Mittel bei Herpesinfektionen.
  • Lilium tigrinum: Der Ausfluss ist scharf, brennend, ebenfalls wundmachend und bräunlich. Unerträglicher Juckreiz zwischen den Schamlippen mit Ruhelosigkeit. Die Betroffene reagiert ungeduldig, schnippisch, reizbar und bleibt immer in Bewegung. Am besten nimmt man die Arznei in Globuli, Potenz D 12, zweimal täglich je 5 Globuli. Bei anhaltenden Beschwerden auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Karin Rohrer, Kronen Zeitung

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