04.04.2017 09:46 |

"Vier Pfoten"

Streunerhilfe-Projekt in Thailand hilft nachhaltig

Am 4. April, ist Welt-Streuner-Tag. Schon im März diesen Jahres hat die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" in Thailand ein Streunerhilfe-Projekt durchgeführt. Im Zuge dessen hat das Streunerhilfe-Team mehr als 450 Tiere medizinisch versorgt und Workshops zur Aufklärung der Bevölkerung von Koh Chang, der zweitgrößten Insel Thailands, organisiert.  

"Vier Pfoten"-Teamleiterin Dr. Anca Tomescu erklärt: "Mit diesem Projekt helfen wir, die Population der Streuner langfristig zu reduzieren. Über die Aufklärungsarbeit konnten wir den richtigen Umgang mit Streunertieren vermitteln und deutlich machen, wie wichtig die Kastration der Tiere ist. Wir sind zuversichtlich, mit unseren Maßnahmen die Situation der Tiere auf der Insel nachhaltig zu verbessern."

451 Tiere kastriert
Im buddhistischen Tempel auf Koh Chang wurden temporäre Tierkliniken eingerichtet, wo Streunerhunde und -katzen medizinisch versorgt werden konnten. Die Bevölkerung und ein lokaler Tierarzt haben das Team unterstützt. So konnten die "Vier Pfoten" insgesamt 451 Tiere kastrieren. Viele lokale Tierbesitzer haben sowohl ihre Haustiere als auch Streuner gebracht, um sie kastrieren zu lassen.

Angewandt wird die sogenannte "Catch-Neuter-Release"-Methode an, bei der die Tiere erst eingefangen, dann kastriert, gegen Tollwut geimpft und gegen Parasiten behandelt werden. Außerdem werden sie gechippt und registriert. Anschließend werden die Tiere wieder in ihrem angestammten Revier freigelassen. Es ist die einzige Methode zur Kontrolle von Streunerpopulationen, die von der Weltgesundheitsorganisation als nachhaltig und human angesehen wird.

Workshops: Wie man Streunerhunden richtig hilft
Doch damit nicht genaug: Die"Vier Pfoten" haben auch die lokale Bevölkerung der Insel in die Hilfe für Streunerhunde mit einbezogen. Das Team veranstaltete Workshops sowohl für Erwachsene als auch für Schulklassen. Mehr als 200 Schülern wurden von den Teammitgliedern praktisches Wissen über den richtigen Umgang mit Streuner- und Haustieren vermittelt. Auch für die Lehrer gab es Workshops, die zeigten, wie sie den Kindern Tierschutz näher bringen können.

Appell an Touristen
Die "Vier Pfoten" werden Streunertieren in Thailand weiterhin helfen. Da das Problem im Land riesig ist, ist jede Hilfe wichtig. Wer als Tourist nach Thailand reist, kann auf jeden Fall einiges tun, um die Situation zu verbessern. "Das Beste, das man für Straßenhunde tun kann, ist, lokale Organisationen zu unterstützen, die kastrieren, impfen und die Tiere medizinisch versorgen. Dies ist die einzige humane und nachhaltige Methode, die Zahl der Streunertiere zu reduzieren und ihr Wohlergehen zu verbessern", betont Dr. Tomescu abschließend.

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