Familie in Trauer

Erschoss ein Irrer den geliebten Kater “Tiger”?

Tirol
08.02.2017 16:31

Vor rund eineinhalb Wochen verschwand der geliebte Hauskater "Tiger" der Familie Bergt in Ranggen. Tagtäglich suchten sie verzweifelt nach der Samtpfote bis zum vergangenen Montag: Ein Nachbar entdeckte den Kater hinter einem großen Schneehaufen liegend. Er war tot! Vermutlich wurde er kaltblütig erschossen.

"Knapp vier Jahre ist es her, als ’Tiger’ ein Teil unserer Familie wurde. Mit seinem rothaarigen Fell und seiner zutraulichen Art hat er alle in seinen Bann gezogen", erzählt Margit Bergt im "Krone"-Gespräch. Untertags genoss der Kater stets die Ruhe im Haus, in der Nacht war er meistens im Freien unterwegs. "Aber pünktlich zum Frühstück war er immer zurück", schildert die Tirolerin.

Tagelange Suche nach dem vermissten Haustier

Doch am Freitag, den 27. Jänner, war alles anders: "Tiggi", wie er auch liebevoll genannt wird, kratzte nicht wie gewohnt an die Balkontür. "Als er am Nachmittag immer noch nicht da war, war uns klar, dass etwas passiert sein musste", teilt Bergt mit. Alle Familienmitglieder haben sofort begonnen, nach dem geliebten Hauskater zu suchen. Sie haben Verwandte sowie Freunde kontaktiert und sich auch in der Nachbarschaft umgehört. Und schließlich konnte "Tiger" gefunden werden. "Einer unserer Nachbarn hat den Kater entdeckt und zwar hinter einem Schneehaufen direkt neben der Landesstraße", berichtet Bergt.

"Das Einschussloch ist auf einer Seite viel größer"

Sie ist dann sofort zu dieser Stelle hingefahren und das, was sie dort sah, wird sie wohl nicht mehr so schnell vergessen. "Unser Kater lag blutüberströmt am Boden. Er war mittlerweile angefroren und musste bereits seit mehreren Tagen tot gewesen sein. Zudem hatte er ein Einschussloch im Brustbereich", sagt die Tirolerin. Sie nahm den toten "Tiger" mit nach Hause, wo sie ihn mit anderen Familienmitgliedern genau begutachtete. "Auf einer Seite ist das Einschussloch kleiner als auf der anderen Seite ein Indiz dafür, dass er wohl von jemanden erschossen wurde", präzisiert Bergt.

"Die Bewohner sollen noch mehr auf ihre Haustiere aufpassen"

Was genau mit ihrem Kater geschah, weiß sie jedoch nicht. "Wir haben ihn weder vom Tierarzt ansehen lassen noch waren wir bei der Polizei. Eine Anzeige gegen Unbekannt bringt nicht sonderlich viel", klärt sie auf. Ihre Botschaft ist klar: "Mit unserer traurigen und zugleich unglaublichen Geschichte möchten wir die Bewohner warnen. Sie sollen ab sofort noch besser auf ihre Haustiere aufpassen."

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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