Ein Raub der Flammen wurden Sonntagabend zwei Wohnungen und eine Veranda in der Wohnanlage "Kobaldhaus" im Schwazer Ortsteil Pirchanger. Alle Bewohner konnten unverletzt befreit werden und fanden in einem Gasthaus Unterschlupf. Die Brandursache ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.
Um 22.22 Uhr lief das Telefon bei der Leitstelle Tirol auf Hochtouren. "Zahlreiche Anrufer meldeten den Brand des Dachstuhls. Die Mitarbeiter haben uns sofort informiert, uns mit wertvollen Details versorgt und den Einsatz mitkoordiniert", berichtet Hilmar Baumann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schwaz.
Bundespolizei befreite acht Bewohner
Beim Eintreffen der Florianijünger - sie wurden zusätzlich von der Betriebsfeuerwehr Tyrolit, der FF Jenbach sowie der FF Vomp unterstützt - stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. "Acht Personen waren noch im Haus. Die Bundespolizei hat diese Bewohner dann rechtzeitig und vor allem unverletzt befreien können", erklärt Baumann. Alle Bewohner der Anlage wurden in ein Gasthaus einquartiert.
Enge Straßen waren herausfordernd
Eine große Herausforderung beim Löschen des Feuers waren die engen Straßen. "Dadurch war es nicht ganz so einfach, die Fahrzeuge in die ideale Position zu bringen", teilt Baumann mit. Mit Hilfe einer Drehleiter wurde der Brand von außen bekämpft, im Inneren waren außerdem viele Atemschutztrupps im Einsatz. "Nach etwas mehr als zwei Stunden hatten wir das Flammeninferno unter Kontrolle. Die Brandsicherheitswache blieb dann noch die ganze Nacht vor Ort", sagt Baumann. Die Brandursache ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen.
Sechs Einheiten schadenfrei
Zwei von acht Wohnungen sind ausgebrannt und nicht mehr benutzbar. Ersatzwohnungen wurden bereits von BM Hans Lintner bereitgestellt. Und laut Angaben der Stadt Schwaz hat LH Günther Platter aus dem Unterstützungsfonds eine Soforthilfe zugesichert. Die restlichen Wohneinheiten sind schadenfrei geblieben. Die meisten Bewohner konnten gestern wieder in ihr Heim zurückkehren.
Jasmin Steiner, Kronen Zeitung
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