04.02.2017 14:35 |

Über 5000 Unfälle

Auf Tirols Pisten lauert der Verletzungsteufel

Von der Piste direkt ins Krankenhaus! Allein in Tirol ereignen sich in der Wintersaison im Schnitt über 5000 Ski- und Snowboardunfälle österreichweit sind es mehr als 20.000! Ursachen sind Experten zufolge meist überhöhte Geschwindigkeit und Selbstüberschätzung. Positiv: Die Zahl schwerer Kopfverletzungen ist aufgrund der hohen Helmtragequote tendenziell rückläufig.

Wien und Niederösterreich sind bereits in die Semesterferien gestartet Tirol kommt dann erst nächste Woche an die Reihe. Von den deutschen Bundesländern und Holland ganz zu schweigen. Heißt: Auf den heimischen Pisten wird im Februar wieder sprichwörtlich die Hölle los sein. Viele Unfälle sind also garantiert.

Ohne Fremdverschulden, dafür oft mit über 80 km/h

Mehr als 20.000 mit so vielen Ski- und Snowboardunfällen rechnet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) österreichweit in der heurigen Wintersaison. Im Vorjahr waren es allein in Tirol 5400! "Anders als vielleicht oft vermutet, passieren rund 94 Prozent aller Unfälle auf den Pisten ohne Fremdverschulden und sind häufig auf Selbstüberschätzung, hohe Geschwindigkeiten, mangelnde körperliche Fitness und Übermüdung zurückzuführen. Aber auch Sehschwächen spielen oft eine Rolle", weiß Experte Klaus Robatsch vom KFV.

Die "Krone" listet die beunruhigendsten Details auf:

  • Studien zeigen, dass etwa 30% der Freizeitskifahrer ihren Sport fehlsichtig, also ohne einer eigentlich erforderlichen Sehhilfe ausüben.
  • Diverse Datenauswertungen haben zuletzt ergeben, dass jeder fünfte Wintersportler wenigstens kurzfristig Spitzengeschwindigkeiten von über 80 km/h erreicht. "Wenn man mit 70 bis 80 km/h ungeschützt und ungebremst gegen ein hartes Hindernis etwa eine Wand oder einen Baum fährt, entspricht dieser Aufprall ungefährt einem Sturz aus 20 bis 25 Metern Höhe. Das wäre der siebte oder achte Stock eines Gebäudes", zeigt Robatsch auf.

Viele Knochenbrüche, weniger Kopfverletzungen

Knapp 50% der Verletzungen beim Ski- und Snowboardfahren sind Knochenbrüche, etwa 40% Sehnen- und Muskelverletzungen. "Kopfverletzungen sind hingegen tendenziell rückläufig, was darauf zurückzuführen ist, dass mittlerweile rund 90 Prozent der Skifahrer einen Helm tragen", betont Robatsch abschließend.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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