250 Meter abgestürzt

Abgestürzter Wanderer überlebt Frost-Nacht am Berg

Oberösterreich
07.01.2017 17:24

Es ist ein gar nicht so kleines Wunder: Ein 35-jähriger Bergsteiger aus Prambachkirchen überlebte nicht nur einen 250 Meter tiefen Absturz vom Großen Pyhrgas, sondern auch noch die kälteste Nacht des Jahres am tief verschneiten Berg. Die Retter konnten ihren Augen kaum trauen, als sie ihn am nächsten Morgen fanden - mit einer Prellung und blauen Zehen, aber sonst wohlauf.

"Ich möchte meinen Rettern ganz herzlich danken, sie haben Großartiges geleistet", wälzt Carl Steiner (35) aus Prambachkirchen bereits im Krankenbett im Kirchdorfer Spital Pläne, wie er sich revanchieren könnte. Tatsächlich war die Suchaktion bei widrigsten Verhältnissen eine tolle Leistung. Vier Hubschrauber und 70 Retter waren, wie berichtet, bereits am Dreikönigstag im Einsatz gewesen, als die Mutter des Verunglückten Alarm geschlagen hatte. Der Bruder des Alpinisten wollte sofort den Berg erklimmen und auf eigene Faust suchen, wurde aber von den Bergrettern zurückgehalten: "Es herrschte Lawinenwarnstufe 3, es war eisig kalt, und der Wind war schneidend. Auch wenn der Alpinist gut ausgerüstet war, hätte er nicht gehen sollen. Wir mussten dann auch abbrechen und in der Früh weitermachen", berichtet Georg Schürrer von der Bergrettung Spital am Pyhrn.

GPS-Ortung funktionierte nicht
Steiner hatte sich inzwischen nach seinem Absturz leicht verletzt auf der Südostseite des Gipfels für die Nacht im Schnee eingegraben und wartete auf seine Rettung - immer wieder versagte das Handy, weil der Akku versagte,  auch die GPS-Ortung funktionierte nicht. Per SMS war aber ab und zu eine Verständigung mit den Suchmannschaften möglich. In der Früh wurde der Abenteurer, der schon mit dem Fahrrad von Thailand nach Österreich fuhr, schließlich entdeckt und mit dem Hubschrauber per Tau geborgen und ausgeflogen.

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