Di, 21. August 2018

55 Vierbeiner

04.01.2017 07:50

55 beschlagnahmte Hundewelpen suchen ein Zuhause

Die im Oktober bei Nickelsdorf im Burgenland einem Tierschmuggler abgenommenen Welpen suchen nach dem Ende der Quarantäne nun neue Besitzer. Rund 40 Vierbeiner sind derzeit zur Vergabe freigegeben, so der Leiter des Tierschutzhauses Sonnenhof in Eisenstadt, Wolfgang Böck. Wer einen Welpen bei sich aufnehmen will, kann Mittwochvormittag telefonisch das Interesse bekunden.

Seit die Abnahme der Tiere im Oktober des Vorjahres bekannt wurde, habe man "extrem viele" - mindestens Hunderte - Anfragen bekommen. Bei den Welpen handelt es sich um Chihuahuas, Yorkshire Terrier, Französische Bulldoggen, Malteser und Zwergspitze. Fotos der Vierbeiner sind ab sofort auf der Homepage des Tierschutzhauses einzusehen. "Die Leute können dann einmal schauen - was für eine Rasse oder was für ein Hund würde mich interessieren", erzählte Böck.

Telefonate und Kennenlerngespräche
Ab Mittwoch ist mindestens eine Mitarbeiterin ausschließlich damit beschäftigt, die Telefonate an- und die Interessenten aufzunehmen. "Die Leute, bei denen wir beim Telefonat auf einen grünen Zweig kommen, werden dann zu einem Vergabegespräch eingeladen", beschrieb Böck das Vergabeverfahren. Anhand eines standardisierten Fragebogens werden mit den Interessenten die wichtigsten Fragen erörtert. Auch auf die Besonderheiten des jeweiligen Tieres wird dabei eingegangen.

55 Welpen suchen ein Zuhause
Insgesamt sollen in nächster Zeit an die 55 Welpen abgegeben werden. Bei einer Gruppe Jack Russell-Mischlinge, die etwas später als die im Oktober in Nickelsdorf beschlagnahmten 47 Tiere abgenommen wurden, erwarte man die Freigabe in den kommenden Tagen.

Vorgeschichte könnte Probleme machen
Was die Vorgeschichte hinsichtlich der Zucht betrifft, könne das Tierschutzhaus im Gegensatz zu einem Hundezüchter keine Gewähr übernehmen. Man könne etwa nicht sagen, ob es - etwa bedingt durch eine zu frühe Trennung von der Mutter - vielleicht irgendwann einmal zu Verhaltensauffälligkeiten kommen könnte.

"Grundsätzlich geht es allen gut"
"Dieses Risiko muss man eingehen, wenn man einen Welpen aus dem Tierschutz nimmt", meinte Böck. Das wüssten aber auch die Interessenten. Die Welpen sind grundimmunisiert und werden vor der Übergabe an die neuen Besitzer noch einmal tierärztlich untersucht: "Grundsätzlich geht es allen soweit gut", beschrieb er den Zustand der kleinen Vierbeiner.

 krone.at
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