Sa, 21. Juli 2018

EM-Qualifikation

12.10.2006 00:38

Deutsche stellen die EM-Weichen

Die deutsche Nationalmannschaft hat am Mittwoch in eindrucksvoller Manier die Weichen für eine erfolgreiche Qualifikation für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz gestellt. Die Bundeself setzte sich in Pressburg gegen die Slowakei sicher mit 4:1 durch, kassierte damit zwar das erste Gegentor in der Teamchef-Ära von Joachim Löw, hält aber nach drei Spielen in Gruppe D beim Punktemaximum.

Lediglich die Tschechen, die in Irland ein 1:1 erreichten und ein Spiel mehr ausgetragen haben, rangieren in der Tabelle vor den Deutschen, für die ausgerechnet der zuletzt heftig kritisierte Jungstar Lukas Podolski einen Doppelpack erzielte (13., 72.).

Der Stürmer hält damit bereits bei sieben Toren in der laufenden Qualifikation. Die weiteren Treffer erzielten Kapitän Michael Ballack (25.) und Bastian Schweinsteiger (36.). Das einzige Gegentor durch einen Varga-Kopfball (58.) ging auf die Kappe von Keeper Jens Lehmann.

Für Englands Fußball-Nationaltrainer Steve McClaren werden die Tage ungemütlicher. Zur harschen Kritik von allen Seiten an der Ausmusterung von Kapitän David Beckham kam am Mittwoch eine sportliche Pleite hinzu. Vor 40 000 Zuschauern kassierte England in Zagreb eine 0:2 (0:0)-Niederlage gegen Kroatien, das am Mittwoch mit sieben Zählern punktgleich, aber mit einem Spiel weniger die Tabellenführung der Gruppe E übernahm. Russland ist nach dem 2:0 (0:0) gegen Estland mit fünf Punkten Fünfter hinter Mazedonien, das in Andorra 3:0 (3:0) gewann und wie Spitzenreiter Kroatien sieben Zähler auf dem Konto hat. Für die von Guus Hiddink trainierten Russen war es nach zwei Unentschieden der erste Sieg.

Schottland wurde derweil jäh aus den kühnen Träumen nach dem Sensationssieg gegen Frankreich gerissen. Während sich Weltmeister Italien durch ein 3:1 (1:1) in Georgien wieder etwas mehr Ruhe verschaffte, kassierten die Schotten vor 65.000 Zuschauern in Kiew eine 0:2 (0:0)-Niederlage gegen die Ukraine, die in Andrej Schewtschenko ihren stärksten Angreifer hatte. Vizeweltmeister Frankreich brachte sich einen 5:0-Erfolg gegen die Färöer Inseln. Während sich die Franzosen in Gruppe B an die Spitze setzten, retteten die Italiener endgültig den Job von Teamchef Roberto Donadoni.

Noch fester im Trainersessel sitzt auch Otto Rehhagel in Griechenland. Der Europameister gewann auch sein drittes Quali-Spiel und ist in Gruppe C ebenso wie Tabellenführer Türkei weiter ohne Gegentor. Die Griechen überzeugten beim 4:0-Sieg in Bosnien-Herzegowina auf voller Linie. Die Türken setzten sich in Frankfurt/Main vor leeren Zuschauerrängen dank vier Toren von Hakan Sükür, darunter ein lupenreiner Hattrick zwischen den Minuten 35 und 43, gegen Moldawien mit 5:0 durch.

Für Überraschungen sorgten lediglich Polen und Malta - jeweils mit 2:1-Siegen. Während die Malteser überraschend Ungarn bezwangen und damit den ersten EM-Quali-Sieg nach 24 Jahren feierten, verwiesen die Polen Vize-Europameister Portugal in die Schranken. Die Portugiesen rangieren damit vorerst nur auf dem fünften Tabellenplatz.

Anders die Niederlande und Schweden. Beide führen ihre Gruppen jeweils deutlich an, hatten in ihren Mittwoch-Spielen aber einige Mühe. Die Niederländer setzten sich im Heimspiel gegen Albanien mit 2:1 durch. Die Schweden siegten auf Island mit 2:1.

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