Spezial-Brillen

Laser-Attacken gegen Flugzeuge und Helikopter

Kärnten
31.10.2016 20:18

Mit einem grünen Laserstrahl wurden am Sonntagabend - wie berichtet - Piloten beim Landeanflug auf Klagenfurt geblendet. "Kein Einzelfall", weiß Chefinspektor Michael Korvas, der österreichweit für die Polizei-Hubschrauber zuständig ist: "Gerade bei Einsätzen kommt es immer wieder zu solchen Zwischenfällen!"

"Laserblendungen" sind zu einem weltweiten Phänomen geworden: "Meist sind es Leute, die sich vom Fluglärm gestört fühlen. Die wenigsten wissen jedoch, dass dies strafbar ist", sagt Chefinspektor Michael Korvas, der als Polizei-Einsatzpilot selbst schon von einem grünen Laserstrahl geblendet wurde.

"Hubschrauber bei Rettungseinsätzen sind besonders betroffen, weil sie langsamer als Flugzeuge und damit leichter mit den Lasertaschenlampen - die frei erhältlich sind - anzuvisieren sind."

Während bei der Austro Control 20 bis 30 Fälle pro Jahr angezeigt werden, ist die Dunkelziffer für den erfahrenen Piloten wesentlich höher. Das Innenministerium hat für die Polizei-Piloten deshalb spezielle Brillen angekauft, die sich für den Fall des Falles im Einsatzhubschrauber befinden.

Korvas: "Diese Brillen schützen vor der Blendung und auch vor einer Verletzung des Auges."

"Gefährdung der körperlichen Sicherheit"
Mehrfach konnten österreichweit laut Korvas übrigens bereits Täter ausgeforscht werden: "Sie wurden wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit anzeigt. In Deutschland gibt es bereits einen eigenen Passus im Strafgesetzbuch wegen dieser Laser-Attacken."

Besonders problematisch sind diese Angriffe bei Landeanflügen, etwa auf Krankenhausdächer. "Man kann von Glück sprechen, dass es bis dato noch nie zu einem schweren Zwischenfall gekommen ist."

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