Mo, 24. September 2018

VW-Kunden schwänzen

17.10.2016 12:59

Stell dir vor, es ist Rückruf und keiner geht hin

Rund die Hälfte der VW-Kunden, die wegen des Diesel-Skandals mit ihren Autos ihre Werkstatt aufsuchen sollen, schwänzt den Rückruf. Hatte VW zu Beginn des Skandals noch davon gesprochen, bis Jahresende 2016 alle Rückrufe auf Schiene zu haben, wurden von den 388.000 in Österreich betroffenen Autos erst 88.063 in die Werkstätten gerufen - und nur 44.254 sind diesem Rückruf nachgekommen, rechnet die ehemalige ARBÖ-Chefin Lydia Ninz vor.

Insgesamt ist die Bilanz also mehr als ernüchternd. Das Infrastrukturministerium bestätigte diese Zahlen.

Und auch europaweit geht es zäh voran: Bisher wurden knapp zwei Drittel der 8,5 Millionen manipulierten Autos für die Umrüstung freigegeben. Lediglich 500.000 davon waren bisher in den Werkstätten. Zuletzt hieß es von VW, dass man hoffe, im Laufe des Jahres 2017 alle betroffenen Autos umgerüstet zu haben.

Lydia Ninz hingegen zweifelt an den Bemühungen des deutschen Konzerns und übt auf ihrem Blog (lydianinz.at) Kritik an der Kundenfreundlichkeit. Bis heute warte sie auf eine schriftliche Garantie von VW, dass ihr "Tiguan" nach der Reparatur weniger Stickoxid ausstößt, ohne dass dabei Verbrauch und Motorleistung darunter leiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.