Di, 14. August 2018

"Krone"-Interview

05.07.2016 19:30

Sorge um ausreichend Wahlhelfer

Seit der Aufhebung der Bundespräsidentenwahl stehen sie endgültig im Fokus: die Wahlbeisitzer und Mitglieder der Wahlkommissionen. Es wird befürchtet, dass sich künftig weniger Ehrenamtliche für diese Aufgabe bereit erklären. Die "Krone" sprach mit Steiermarks Gemeindebundpräsident Erwin Dirnberger, der so mancher aktuellen Idee eine Absage erteilt.

"Krone": Herr Dirnberger, befürchten Sie, dass sich aufgrund der Vorfälle weniger Menschen bereit erklären, als Wahlbeisitzer tätig zu sein?
Erwin Dirnberger: Es wird sicher nicht leichter, das ist klar. Aber etwa für meine Gemeinde Söding-St. Johann bin ich zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft ausreichend Beisitzer haben werden.

"Krone": Die Verfehlungen, die zur Aufhebung geführt haben, fanden ja auf Bezirksebene statt. Fällt der Schatten auch auf die Gemeinden…
Dirnberger: Auf Gemeindeebene wurden alle Spielregeln eingehalten, das möchte ich betonen. Aber ich verstehe natürlich, dass es mühsamer ist, Ehrenamtliche für die Auszählung der Wahlkarten am Montag zu finden. Dass teilweise früher damit begonnen wurde, hat sicher niemand böse gemeint.

"Krone": Es geistern nun Ideen wie ein einheitlicher Wahlschluss oder größere Sprengel herum.
Dirnberger: Ein Wahlschluss erst um 16 oder 17 Uhr ist in kleineren Gemeinden unnötig, es würden sich dadurch schwerer Helfer finden. Auch weniger Wahllokale wären kein Service an den Wähler.

"Krone": Der österreichische Gemeindebundpräsident schlägt vor, Parteien zu verpflichten, Wahlbeisitzer zu schicken. Sehen Sie das auch so?
Dirnberger: In Richtung Pflicht muss man denken. An Wahlen mitzuwirken ist eine moralische Pflicht der Parteien!

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