Mo, 21. Jänner 2019

Flüchtlingskrise

05.12.2015 13:43

Experte: "Integration am Arbeitsmarkt schwierig"

Die Integration der Flüchtlinge am Arbeitsmarkt sei schwierig und werde lange dauern: So schätzt das Heinz Faßmann von der Universität Wien, zuständig für Migrations- und Integrationsforschung, ein. Über das Ausbildungsniveau der geflohenen Menschen sei teilweise ein falsches Bild gezeichnet worden, die Realität sehe viel trister aus. Es sei mit Kosten von mehreren Hundert Millionen Euro zu rechnen.

Von den rund 85.000 Menschen, die heuer hierzulande um Asyl angesucht haben, wird laut Faßmann nur ein Teil für den heimischen Arbeitsmarkt relevant werden: "In Österreich mögen es vielleicht 40.000 bis 50.000 werden."

Teils nicht einmal als Hilfsarbeiter vermittelbar
Problematisch sei hier, dass über das Bildungsniveau der Flüchtlinge teilweise zu positive Bilder verbreitet worden seien. "Die ersten Qualifikationsauszählungen zeigen eher eine geringe Qualifikation", erklärte der Experte am Samstag im Ö1-"Mittagsjournal".

So würden nur zwei Drittel der Ankömmlinge aus Syrien über eine Primärschulausbildung verfügen. Bei den Afghanen seien es noch weniger, teilweise seien sie nicht einmal alphabetisiert. Damit seien diese Menschen selbst als Hilfsarbeiter schwer am Arbeitsmarkt unterzubringen.

Die Integration über Arbeit werde daher ein langer Prozess sein. "Wir werden mit der Gruppe der 2015 gekommenen Asylwerbern sicherlich in den nächsten drei bis fünf Jahren einiges an Maßnahmen setzen müssen, damit diese Arbeitsmarktintegration gelingt. und bei manchen wird es auch noch länger dauern", erklärte Faßmann.

Kosten von Hunderten Millionen Euro zu erwarten
Die Kosten würde er daher mit mehreren Hundert Millionen Euro für bedarfsorientierte Mindestsicherung ansetzen. Sollte die Integration nicht gelingen, so seien soziale Probleme zu befürchten, erklärte der Experte.

Aus dem Video-Archiv: So läuft die Ankunft der neuen Flüchtlinge ab

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Superstar als Joker
Barcelona besiegt Leganes vor allem dank Messi!
Fußball International
Braucht nur ein Tor
Bald-36-Jähriger neuer Rekordaspirant in Italien
Fußball International
Gegen Fulham
Tor in 92. Minute! Tottenham siegt auch ohne Kane
Fußball International
Finale knapp verloren
Super! Hockey-Juniorinnen holen Silber bei EM
Sport-Mix
England-Aufschrei
Vom eigenen Fan getreten, wo es am meisten Weh tut
Fußball International
Schalke erkämpft Sieg
2:1! Caligiuri und Schöpf fertigen Wolfsburg ab
Fußball International
Per Heli ins Spital
Unfall auf Skipiste: Bub (6) schwer verletzt
Steiermark
Zwei Tino-Assists
3:1! Lazaro und Co. spielen „Club“ schwindlig!
Fußball International
Bestes Weltcupresultat
Friedrich holt Igls-Double - Treichl im Vierer 9.
Wintersport
3:0 bei Trainerlosen
Mancity gibt sich gegen Huddersfield keine Blöße!
Fußball International
„Wie viele noch?“
Große Wut und tiefe Trauer nach Mord an Manuela
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.