19.10.2015 17:19 |

1,25 Mio. Tote/Jahr

Wo die meisten Menschen im Straßenverkehr sterben

Obwohl die Bevölkerungszahlen und die Zahl der Autos weltweit stark ansteigen, ist die Zahl der Verkehrstoten seit 2007 stabil. 1,25 Millionen Menschen sterben jedes Jahr im Straßenverkehr, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dabei ist in Afrika das Risiko am höchsten.

Das Risiko, bei einem Autounfall zu sterben, hängt zu großen Teilen davon ab, wo man lebt, so die Studie. Die Lücke zwischen reichen und armen Ländern ist groß: Auf die Länder mit mittlerem und geringem Einkommen entfallen 90 Prozent der Verkehrstoten, obwohl dort nur 54 Prozent der weltweiten Autoflotte fahren. Im reichen Europa gibt es 9,3 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner - die geringste Quote im weltweiten Vergleich. Afrika ist der Kontinent mit der höchsten Rate: 26,6 Tote pro 100.000 Einwohner. Allein im westafrikanischen Liberia sind es 33,7. Weltweit sterben im Schnitt pro 100.000 Einwohner 17,5 bei einem Verkehrsunfall.

In vielen wohlhabenden Ländern Europas liegt die Quote noch deutlich niedriger, wie die Zahlen von 2013 zeigen: An der Spitze liegt Schweden mit 2,8 Verkehrstoten auf 100.000 Einwohnern, danach folgen die Schweiz (3,3) und die Niederlande (3,4). In Deutschland sind 2013 statistisch 4,3 pro 100.000 Einwohner dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Österreich ist statistisch gesehen gefährlicher: Hier sterben im Schnitt 5,4 Tote. Mehr Unfalltote als gab es laut der Studie unter anderem auf den Straßen Italiens (6,1) sowie Griechenlands (9,1) und Polens (10,3). In China fielen dem Straßenverkehr 2013 18,8 von 100.000 Einwohnern zum Opfer, in Indien 16,6, in den USA waren es 10,6.

Die größten Erfolge verbuchen laut WHO jene Länder, die strenge Verkehrsregeln durchsetzen sowie Straßen und Fahrzeuge sicherer gemacht haben. Von den 180 berücksichtigten Ländern schreiben 105 den Pkw-Insassen Sicherheitsgurte vor, aber nur in 44 Ländern gibt es eine Helmpflicht für Zweiradfahrer. Die Gesetze für Geschwindigkeitsbeschränkungen und Alkohol am Steuer hält die WHO nur in 47 beziehungsweise 34 Staaten für gut.

In Österreich wird für heuer erstmals seit Jahren wieder ein Anstieg der Zahl der Verkehrstoten erwartet. Bis 18. Oktober starben hierzulande insgesamt 392 Menschen im Straßenverkehr. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 360, 2013 starben bis Mitte Oktober insgesamt 377 Menschen.

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